Die „Power of the Force“-Reihe war zwischen 1995 und 1998 der Testlauf der Firma Kenner nach zehn Jahren wieder Star Wars-Actionfiguren zu etablieren. Für mich war sie 1998 der Einstieg in die Sammelei. Damit war ich natürlich ein wenig spät dran, um nicht ein paar Figuren zu verpassen. Es gab zwar in vielen normalen Spielzeugläden Figuren aber noch kein Internet. Man war also auf das örtlich verfügbare Angebot beschränkt. Ich bin tatsächlich zu einigen Geschäften gefahren um einfach nur zu schauen, ob überhaupt Figuren vorhanden waren. Und man wusste eigentlich nur von den Verpackungsrückseiten, was es noch so alles geben könnte. Dennoch gelang es mir anfangs nicht, jede der erschienenen Figuren zu besitzen. Anfangs hatte ich allerdings auch noch nicht das Bestreben dazu und einiges ausgewählt.  Aliens und Imperiale hatten eindeutig Vorzug. Dann kam Episode I und anschließend die „Power of the Jedi“-Reihe und ich hatte meinen eigenen Internetzugang und irgendwann auch ein Konto bei Ebay. Auf diesem Wege schloss ich im Laufe der Zeit meine Lücken in PotF-Reihe und habe sie mittlerweile nahezu vollständig. Das Schließen von Sammlungslücken macht mir noch immer am meisten Spaß, weswegen ich auch heutzutage gerne noch die ein oder andere Figur durchrutschen lasse, nur um sie später bei Ebay möglichst günstiger ersteigern zu können.

Sandtrooper mit Patrol Droid

Sandtrooper mit Patrol Droid

Ein solches Schließen von Lücken ist mir in den vergangenenen Wochen gelungen in dem ich zwei Playsets aus dem Jahr 1999 ersteigerte. Für die Pappdioramen werde ich keinen Platz haben. Dies ist schade, weil sie wirklich riesig und absolut schön umgesetzt sind. So werde ich auch nur die beiden enthaltenen Figuren in den nächsten Tagen vorstellen. Den Anfang wird der Sandtrooper mit Patrol Droid aus dem „Cantina at Mos Eisley“-3D-Display-Diorama machen.
Diese Figur basiert auf dem Sandtrooper mit Heavy Blaster Rifle von 1996. Ich kann also nicht die aktuellen Ansprüche in Artikulation, Modellierung und Bemalung an diese Figur stellen. Sie stammt aus einer ganz anderen Zeit, in der die Akzeptanz der Serie noch fraglich war und Star-Wars-Figuren mit den Powerrangers und He-Man konkurrieren mussten. Insofern fiel auch dieser Sandtrooper etwas muskulöser aus, als er eigentlich im Film zu sehen war. Er hat einen kräftigen Oberkörper und damit dies nicht zu sehr auffällt musste auch der Helm nach unten hin etwas breiter gestaltet werden. Auch die Artikulation entspricht der Zeit. Ganze sechs Gelenke an Hüften, Schultern, Bauch und Hals waren ausreichend. Hierin ist auch der Hauptunterschied zum Vorgänger-Sandtrooper begründet. Diese Figur trägt nicht die gleiche Waffe mit dem rechtwinklig angeordneten Griffstück sonder jenes Model, welches zuvor schon mit Dengar, 4-LOM und der Dewback-Patrol ausgeliefert wurde. Deshalb mußte das linke Handgelenk um ca. 90° gedreht werden. So kann die Waffe wieder gut gehalten werden.
Zum Bemalen der ansonsten weißen Figur wurde auf drei Farben zurückgegriffen: Blaugrau für Details am Helm und das Pauldron, schwarz für weitere Details an Helm und Körper und ein ganz leichter, brauner Sprühnebel für die Darstellung von Schmutz auf der Rüstung. Warum das Schulterstück bzw. Pauldron nun aber grau statt schwarz lackiert wurde, ist mir nicht klar. Der Filmvorlage entspricht dies nicht.
Der Sandtrooper von 1996 trug einen Ausrüstungsrucksack auf den diese Variante verzichten muss. Geblieben ist der Schiltz zur Befestigung desselebn im Rücken der Figur. Dieser wurde genutzt um an einem durchsichtigen Stab den eigentlich fliegenden Patrouillendroiden zu befestigen. Auf diesem Stab läßt sich der Droide, der ansosten keine weiteren Bewegungsmöglichkeiten bietet noch drehen.
Mit diesem Stormtrooper hatte man 1999 den dritten Vertreter zur Verfügung und damit auch den dritten Rang, welcher an der Farbe des Pauldrons abzulesen ist. Drei Jahre zuvor erschien ein Squad Leader mit orangener Kennung auf dem Dewback von 1998 ritt ein Rekrut mit einem grauen Schulterstück, welches wohl dem im Film verwendeten schwarzen Pendant entsprechen sollte. und dieser hier mit seinem weißen Pauldron ist eindeutig als Offizier zu erkennen. Gefehlt hätte nur noch eine schwarze Markierung für normale Rekruten.
Damit ist der Playset-Offizier der letzte Sandtrooper bis 2001, als eine weitaus natürlicher modellierte Variante erschien.

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