Es war schon ein etwas merkwürdiger Moment, als ich als Kind das erste Mal Star Wars sah. Der Film begann mit zwei Robotern, die durch ein Gefecht staksten und sich dabei unterhielten. Man begleitete fast ausnahmslos diese Roboter und auf einmal trennten sie sich im Streit. Der Film folgt anschließend nur noch dem kleineren der beiden, Erzwo-Dezwo mit Namen. Und der wurde dann von kleinen, braun gekleideten Zwergen mit leuchtenden Augen gefangen genommen. Nach seiner Gefangennahme trifft er in einem riesigen, merkwürdigen Raupengefährt seinen Kollegen wieder, sie werden an einen jungen Farmer verkauft und dann erst nimmt die Geschichte richtig ihren Lauf.

R2-D2 (Jawa Capture)

George Lucas hat also einige Filmminuten investiert, damit der Zuschauer zwei Maschinen in sein Herz schließen kann und ihnen so etwas, wie Gefühle, Anteilname und vor allem Humor zutraut. Gut investierte Minuten, denn nur so konnten diese beiden Droiden Generationen von Zuschauern so sehr ans Herz wachsen, wie es der Fall ist.
Um eine dieser Maschinen – nämlich R2-D2 oder Erwzo-Dezwo – dreht sich dieser Artikel. Ich hatte für diesen Beitrag ja schon einen gewissen Jawa-Inhalt angekündigt und so wundert es nicht, dass dieser R2 in dem Moment dargestellt wird, in dem er von den Schrottsammlern überrascht und durch einen Ionenstrahl gelähmt wird. Diese Figur, welche auf einem Vorgänger aus der Vintage Original Trilogy Collection (VOTC) aus dem Jahr 2004 basiert gehört mit zu den schönsten Figuren des Charakters, die bisher erschienen sind.
Um die Gefangennahme möglichst filmgetreu darzustellen hat diese Figur ein Blitzzubehör, welches auf der Kuppel befestigt werden kann. Diese Kuppel ist in einem schönen, matten Silber dargestellt. Viele der Vorgänger, welche auf diesem Modell basieren haben eine sehr glänzende, chromfarbene Farbgebung. Dies sieht zwar schick funkelnd aus ist aber nicht umbedingt der Vorlage entsprechend. Die VOTC-Version hatte auf der linken Seite eine Klappe hinter der sich eine Kreissäge verbarg (ich hab die nie gesehen, weil ich mich nicht getraut habe das Teil aus der aufwändigen Verpackung zu lösen – Schande über mich!). Diese Klappe wurde bei allen nachfolgenden Varianten zugeklebt. So auch bei dieser Version. Hier wurde die Klappe aber um den Haltebolzen erweitert. Dies ist zwar etwas unlogisch, weil der Bolzen von den Jawas erst nach der Ionen-Attacke angebracht wurde, macht die Figur aber auch für andere Szenen-Nachstellungen brauchbar. Außerdem hat die Figur das bereits von den Vorgänger bekannte Sensorscope aufzuweisen, welches durch Drehen der Kuppel hochfährt.
Anders aber als bei vorigen Versionen ist nun das Auge der Figur schwarz. Dadurch leuchtet es nicht mehr, wenn von oben Licht drauf fällt, die blauen Leutvarianten waren aber nicht unbedingt filmgetreu. Ärgerlich ist nur, dass dadurch auch die Runde Mittelplatte auf der Kuppel schwarz dargestellt wurde. Dass auch diese Figur ein abnehmbares drittes Bein hat, muss ich an dieser Stelle, denke ich, nicht mehr erwähnen. Auch dieses gehört zum Standard, den diese Variante mit all ihren Vorgängern gemein hat.
Die einzige wohl anähernd aus dem gleichen Bezug stammende Figur ist der Commtech-R2 von 1999. Auch dieser hatte damals einen Haltebolzen. Ich würde mir wünschen, wenn man bei neuen Figuren vielleicht wieder diese hübschen Blinkerfolien-Applikationen an den kleinen Monitoren auf der Kuppel anbringen könnte. Diese hatten mir damals sehr gut gefallen.

Als Fazit möchte ich es gerne noch einmal wiederholen: Bester R2-D2, den es derzeit zu kaufen gibt.

Und nun noch der Ausblick für die nächsten Artikel. Ich werde zwar die Jawas verlassen, die mich jetzt drei Artikel lang begleitet haben, aber Tattooine kann ich noch nicht so ganz den Rücken kehren. Ab demnächst geht es in eine dunkle, aber wohl bekannte Spelunke am Ende der Galaxis.

Anmerkung: Versehentlich haben die Fotos in diesem Artikel das falsche Datum im Wasserzeichen

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