Ich hatte ja versprochen, dass ich mich von Tatooine aus auf den Weg ins Alderaan-System machen wollte um meine Figurenbesprechungen fortzusetzen. Leider bin auch ich abgefangen worden und so befinde ich mich heute auf dem Todesstern. Das erste Mal erschien der Charakter, um den es heute geht 1998 in der „Power of the Force“-Reihe (PotF) als exklusive Figur im Millenium Falcon-Cary Case. Also einem Sammelkoffer für Actionfiguren in Form des Millenium-Falken. Davon gab es zwei verschiedene Versionen eine mit Wedge Antilles, die andere Version erschien mit einem „Imperial Scanning Crew Trooper“.

Imperial Scanning Crew

Dieser imperiale Soldat ist im Film kurz nach der Landung des Falken auf dem Todesstern zu sehen. Er trägt mit einem Kollegen Gerät auf das Raumschiff um nach der Besatzung und Schmuggelware zu suchen. Damit ist er für diesen Sammelkoffer natürlich ein ideales Zubehör. Damals muss diese Figur einigermaßen rar gewesen sein, ich erinnere mich an einige hochpreisige Ebay-Auktionen. Aus diesem Grunde bin ich bis heute auch nicht im Besitz dieser Figur. Ich habe aber das Repaint der Figur von 2004. Zu dieser Zeit hatte die Gußform schon mindestens sieben Jahre auf dem Buckel. Denn bereits die Urversion benutzte den Körper des AT-ST-Drivers von 1997. Lediglich Arme und Kopf waren neu. Das Repaint unterschied sich von seinem Vorgänger lediglich durch eine schönere Farbgebung und war ansonsten identisch. Weil dieser Vorgänger aber so teuer gehandelt wurde und weil die Figur nach neuen Maßstäben nicht wirklich hübsch war, habe ich sie in ihrer Verpackung belassen. Aus diesem Grunde wird es in diesem Artikel leider keine Fotos von dieser Variante geben.
Es soll ja schließlich um die aktuelle Figur gehen, welche im letzten Jahr erschien. Im Film sieht man zwei Techniker mit ihrem Arbeitsgerät den Falken betreten und so wundert es nicht, dass die offizielle Figurenbeschreibung auf der Verpackung „Imperial Scanning Crew“ lautet. Nur ist diese Figur allein. Dies liegt daran, dass ursprünglich ein Wechsel in der Produktion der Figur geplant war, bei dem der Kopf und das beigefügte Zubehör ausgetauscht werden sollte. Dies ist leider nie passiert und wurde vorerst aus dem Veröffentlichungsplan gestrichen. Hasbro läßt verlauten, dass die Variante unter Umständen in anderer Form erscheinen wird.
Figuren in Overalls sind gerade unter den Imperialen Einheiten nicht selten. Nicht ohne Grund hat man also bei der ersten Version dieses Charakters einfach auf den AT-ST Driver zurückgegriffen. Überraschenderweise ist die aktuelle Figur aber vollständig neu. Dadurch hat man bei Hasbro natürlich Zugriff auf den perfekten Overall-Körper für andere Figuren. Eine Wiederverwertung des Death Star Gunners bzw. Imperialen Technikers oder gar des Imperialen Offiziers von 2002 hätte mich bei diesem Charakter jedoch nicht gewundert.
Vielleicht hat man dieses vollstände Neudesign aber auch vorgezogen um die Schmach von 2004 wieder gut zu machen – man weiß es nicht. Der Figur hat es auf keinen Fall geschadet. Als Imperialer Techniker führt man sicher ein Schattendasein. Keine martialische Rüstung, kein ausgefallener Helm, nur ein grauer Overall und ’ne Mütze. Da ist es schön, dass wenigstens Hasbro ihm so viel Aufmerksamkeit zukommen läßt und ihm mindestens die vollen 22 Gelenke spendiert, welche heutzutage zum Standard gehören. Farblich hat man sich leider zurückgehalten. Der Körper läßt beispielsweise die Schattierungen vermissen, welche das 2004er Update noch aufgewertet haben. Neben wenigen größeren schwarzen Bereichen am Gürtel und den Stiefeln, einem feinen Tastenfeld am linken Arm, winzigen Codezylindern am selben Oberarm und dem imperialen Logo auf beiden Schultern  ist der Körper vollständig grau und unbemalt. Während einer seiner Vorgänger seine Waffe noch lose bei sich tragen mußte hat auch diese Figur, wie so viele aktuelle Figuren ein funktionierendes Waffenholster mit dem Standardblaster des Imperiums.
Als Zubehör ist der Figur das Unterteil seines Werkzeugwagens beigepackt. Das Oberteil, eine Kiste mit Deckel würde dann evtl. mit seinem Arbeitskollegen kommen.

Als Staffage und Kanonenfutter für Dioramen taugt diese Figur sicher wunderbar. Alleine im Figurenregal ist sie unter Umständen nur etwas für Komplettisten. Sie ist nunmal sehr einfach und sticht mit ihrem Design nicht unbedingt heraus aber sie ist dieser Tage eine der wenigen Imperialen Nebencharaktere.

Im nächsten Artikel geht es wieder zurück nach Tatooine. Episode IV werde ich aber vorerst verlassen um mich in den nächsten Figurenbesprechungen mit der Prequel-Ära rund um Episode I und II zu befassen.

Ein Kommentar zu Technische Fachkraft

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