Der B-Wing ist eines meiner liebsten Fahrzeuge aus dem Star-Wars-Universum. Und es ist eines der wenigen Fahrzeuge, die ich aus Hasbros Figurenserie besitze. Genauer gesagt, die „Power of the Jedi“-Version von 2002 mit dem Sullustanischen Piloten Ten Numb.

Ten Numb ist einer der Hintergrundcharaktere, die von den Lizenznehmern in ihren Produkten oftmals falsch dargestellt wird. Dies liegt daran, dass die meisten Bilder von ihm aus der Produktionsphase von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ stammen und er im Film nur sehr kurz zu sehen ist.

Nien Nunb B-Wing-Pilot

Früh in der Produktion schien man sich noch nicht festgelegt zu haben, dass die Overall-Farbe der B-Wing-Piloten rot ist. Ten Numb trägt also auf diesen Bildern einen weißen Overall. Und mit diesem Overall wurde er auch in den Actionfiguren von 1998, 2002 (gleiche Figur, wie 1998) und der Evolutions-Figur von 2008 dargestellt. In der Briefing-Szene im endgültigen Film jedoch trägt er einen roten Anzug. So gab es letztes Jahr endlich die Evolutions-Version als Repaint, also die gleiche Figur mit anderer Farbgebung. Diesmal im korrekten, roten Anzug. Nur wurde die Figur nicht Ten Numb, sondern Nien Nunb genannt. Nien Nunb ist der Kopilot von Lando Calrissian im Millennium Falken beim Angriff auf den zweiten Todesstern – also ein völlig anderer Charakter, aber vor allem kein B-Wing-Pilot. Ich kann nicht genau sagen, ob Hasbro hier mit der Hintergrundgeschichte auf der Verpackung nachgeholfen hat, oder ob es dem offiziellen Kanon entspricht. Auf der Verpackung steht jedenfalls, dass er aufgrund seiner Fähigkeiten als Pilot und Navigator von Lando ausgewählt wurde, ihn als Kopilot zu begleiten. Den Piloten-Anzug könnte er demnach tatsächlich in der Briefing-Szene getragen haben… wenn denn nicht die Maske des Charakters diejenige von Ten Numb gewesen wäre. Ich gebe zu, dies ist äußerst verwirrend, für mich steht aber fest, dass die Figur nicht Nien Nunb, sondern Ten Numb im korrekten Anzug darstellt. Insofern wünsche ich mir natürlich einen neuen, modernen Nien Nunb, mit Lederkäppie, Weste und Gamaschen und im ganzen etwas kleiner, als eine normale Figur. Die Figur, von 1997, welche ihn so darstellt ist leider schon zu sehr von der Zeit überholt worden.

Jetzt aber los mit der Figurenbeschreibung, welche auch ein direkter Vergleich mit dem Vorgänger dieses Repaints sein wird. 2008 kamen zwei Evolutions-Sets mit Rebellenpiloten heraus. Enthalten waren je eine X-Wing-Pilotin, ein Snowspeeder-Pilot und ein B-Wing-Pilot. Im ersten Set war der B-Wing-Pilot der beschriebene Ten Numb im weißen Anzug und im zweiten war es Keyan Farlander. Wie alle anderen Figuren der Sets auch, haben beide Figuren den gleichen  Körper mit unterschiedlicher Farbgebung. Noch einmal wurde dieser Körper 2008 bei der Neuauflage des B-Wing in Dagger-Squadron-Lackierung genutzt, als man Netrem Pollard darstellte. Die Basis der Figur ist großartig und alle Figuren sehen einzigartig genug aus. Man kann eigentlich nicht genug B-Wing-Piloten haben. Das liegt natürlich auch an der Detailverliebtheit des Gussmodells. Allem voran natürlich die 22 Gelenke einschließlich des von mir so geliebten Bauchgelenkes. Aber auch kleine Details, wie modellierte Nähte und Gurte an den Gamaschen, Werkzeuge im Gürtel und natürlich die Brustplatte mit all ihren modellierten und lackierten Applikationen. Schön sind auch die losen Gurte an den Beinen, die seit einigen Jahren bei allen Pilotenfiguren Standard sind. Die beiden Schläuche an Helm und Anzug sind eigentlich ein feines und interessantes Element nur leider springt einer von ihnen all zu leicht aus seiner Halterung. Die Bemalung ist an einigen Stellen sehr detailliert, weist aber keinerlei Schattierungen auf. Eine Ausnahme macht hier die Kopfbedeckung bei der auf der ledernen Oberseite noch ein schwarzer Trockenpinselstrich aufgebracht wurde. Im Vergleich zum Ten Numb im weißen Anzug sind die Handschuhe und Augen mit einem glänzenden, schwarzen Lack versehen. Dadurch wirken die Handschuhe vielleicht etwas unnatürlich, bei den Augen tritt aber genau das Gegenteil ein. Sie glänzen von alleine, während beim Vorgänger je zwei weiße Glanzpunkte in die Augen gemalt wurden. Der restliche Kopf ist allgemein in einem rosa Farbton statt des braunen Grundtons des Vorgängers eingefärbt. Was genau eher der Vorlage entspricht ist schwer abzuschätzen, da hier die Beleuchtung beim Fotografieren oder Filmen einen diffusen Eindruck hinterlässt.
Wie bei jedem anderen Soldaten, sei es Rebell oder Imperialer, kann man von den Piloten eigentlich nicht genug haben. Man kann sich also diesen Nien Nunb entweder kaufen um seine Truppen aufzustocken, oder aber auch um einen korrekten Ten Numb zu besitzen. Hat man das Evolutions-Pack verpasst, ist diese Variante eindeutig die bessere Wahl. Der rote Anzug lässt den Charakter einfach viel frischer erscheinen. Ich habe sowieso ein Faible Star Wars-Aliens mit außerirdischer Sprechrolle und dieser Sullustaner hier ist besonders sympathisch.

Und nun, wie gewohnt die Galerie und der Ausblick auf den nächsten Artikel. Dort geht es um einen der schnellsten Imperialen und gleichzeitig um eine der wenigen Figuren, welche ich auch verpackt besitze.

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