Als George Lucas uns erzählte, dass das Imperium ohne die Hilfe einer Horde von Teddybärchen nicht zu Fall gebracht worden wäre, da war ein Großteil der Fans doch sehr irritiert. Dennoch haben sich diese Bärchen oder Ewoks, wie sie eigentlich heißen in der ersten Action-Figurenserie gut durchgesetzt. Es gab von 1983-85 sechs verschiedene Figuren und zusätzlich noch etliche Figuren zur Zeichentrickserie, die ich hier gar nicht mitzähle.

Paploo und Nho'Apakk

In der Neuauflage der Star-Wars-Figuren ab 1995 waren es in vier Jahren gerade einmal zwei Figuren bzw. drei, wenn man den Gleiter-Ewok aus dem Complete-Galaxy-Globus einschließt. Danach dauerte es weitere Jahre, bis 2002 zum Abschluss der „Power of the Jedi“-Reihe ein weiterer Ewok herauskam. Dieser war gleichzeitig der letzte Ewok in dieser Größe, welcher im normalen Sortiment verkauft wurde. Ein Repaint und Retool der selben Figur tauchte noch einmal als Deluxe-Figur in der Saga-Reihe 2004 auf. Das sind also fünf Figuren in den modernen Figuren-Serien über einen Zeitraum von fast zehn Jahren.
Das ist heutzutage nicht mehr so und das freut mich, denn ich bin ein Fan der Ewoks. 2006 wurde mit einer Chief-Chirpa-Figur ein neuer Maßstab für diese Aliens definiert. Diese und die folgenden Figuren kamen alle ein wenig zierlicher daher. Hasbro greift zwar bei manchen Repaints – insbesondere, wenn sie für Battle-Packs oder ähnliche Sets zusammengestellt wurden, gerne nochmal auf seine Wicket- und Logray-Figuren von 1998 zurück, dies ist aber zum Glück nicht die Regel. Heutzutage wird eher ein vorhandener Körper neuerer Machart mit einem neuen Kopf und neuen Accessoires herausgebracht. Dabei wird ein solcher Aufwand betrieben, dass jede Figur dennoch einzigartig aussieht.

So ist es auch mit den Figuren, die Gegenstand dieses Artikels sind. Paploo und Nho’Apakk erschienen im letzten Jahr und basieren beide jeweils auf einem Gegenstück von 2007 aus dem „Romba und Graak“-Set. Beide Figuren weisen trotz ihrer Größe 14 Gelenke auf, haben eine individuelle Bemalung und neue Köpfe. Paploo, der braune Ewok, hat den Körper von Romba bekommen. Er trägt einen Gürtel, in dem ein Messer steckt, welches auch herausgenommen werden kann, einen Speer und eine Kaputze. Beachtenswert  ist die detaillierte Bemalung des Zubehörs so ist die Messerscheide verziert, am Speer sind Leederriemen zu erkennen und am Kaputzenumhang wurden Details farblich abgehoben und eine etwas dunklere Schattierung aufgebracht.
Ähnlich, aber in einem nicht ganz so großen Umfang sieht es bei Nho’Apakk aus. Sein Dreizack und seine Kaputze sind ähnlich detailliert bemalt. Auch beide Ewok-Körper wurden leicht schattiert so wirkt das Fell sehr realistisch. Wie schon erwähnt bin ich bei Ewoks leicht voreingenommen, deswegen fällt es mir unter Umständen schwer ein paar Kritikpunkte an den Figuren zu definieren. Vielleicht könnte man sich für zukünftige Figuren wünschen, dass sich die Köpfe in dem Maße bewegen lassen, wie es ohne Kaptze möglich ist. Diese ist nämlich bei diesen beiden Figuren und allen Vorgängern aus festem Kunststoff, schränkt also die Bewegung drastisch ein. Hat man sie aber mit viel Mühe vom Kopf abgezogen, dann zeigt sich, dass jeder Ewok ein Kugelgelenk im Hals hat, eine vollständige Bewegungsfreiheit also möglich wäre. Wenn ich jedoch daran denke, dass man auf Stoffkaputzen zurückgreifen könnte, dann ist mit die Kunststofflösung etliche Male lieber.

Natürlich kann ich jedem nur den Kauf dieses Sets empfehlen, man bekommt nicht nur zwei sehr schöne Figuren zum Preis von einer, sondern eben auch Ewoks! Was kann es eigentlich besseres geben? Damit beschließe ich diese Figurenbesprechung nach langer Zeit wie gewohnt mit einem Ausblick. Die Figur im nächsten Artikel ist zwar kein Ewok gehört aber sicher auch nicht zu den schlechtesten Figuren Hasbros. Ich werde mich wieder für eine längere Serie von Figuren-Artikel nach Tatooine begeben.

Kommentar verfassen

Seitenarchiv
Tag-Cloud