Gestern war ich ja bekanntlich in der „Color Line Arena“ um den Klängen von John Williams in „Star Wars in Concert“ zu lauschen. Und da ich dies schon hier angekündigt habe, will ich wenigstens einen kleinen Bericht dazu hinterlassen.

Ein voll funktionsfähiger R2-D2 ließ sich mit den Gästen fotografieren

Das Konzert sollte um 20.00 Uhr beginnen der Einlass war bereits um 18.00 Uhr man sollte ja genügend Zeit haben, die kleine Ausstellung mit ein paar Filmrequisiten zu genießen. Ich konnte leider nicht direkt zum Einlass dort sein und so waren die Ausstellungsräume bereits sehr gut gefüllt. Ein erster Versuch zum Kostüm von Darth Vader vorzudringen scheiterte kläglich im Gedränge. Die Räume der Arena schienen für mein Empfinden nicht für solche Ausstellungen gemacht zu sein. Ich musste aber ohnehin meine Erkundungen abbrechen um eine später eintreffende Kollegin am Einlass zu treffen. Um gut bemerkt zu werden platzierte ich mich neben einem Souvenir-Verkäufer. Mit seinem hochgehaltenen Programmheft für 20 Euro war er eine unübersehbare Ortsmarke. Gleichzeitig konnte ich die Gelegenheit wahrnehmen Blicke in dieses teure Heft zu werfen und mit mir selbst darüber zu verhandeln ob ich mir auch so ein Souvenir zulegen sollte.
Hier möchte ich einen kurzen Dialog zwischen einem potentiellen Kunden und dem Verkäufer wiedergeben:

Kunde: Was ist denn da so drin für 20 Euro?
Verkäufer: Das müssen Sie mich nicht fragen, mich interessiert das nicht, ich bin kein Fan aber die Dinger gehen komischerweise weg wie nichts.

Und das war nicht übertrieben. Als die Kollegin eintraf verkaufte er gerade sein letztes Heft und ich war in meinem inneren Zwist gerettet. Die Macht war mit mir und am Weltspartag bekomme ich bestimmt ein besonders großes Geschenk.
Nun war die Zeit etwas weiter fortgeschritten und die ersten Besucher begaben sich bereits zu ihren Plätzen. Dies hatte den Vorteil, dass die Ausstellung weit weniger überfüllt war als noch zuvor und die Kollegin, welche ein  fotografisches Gerät mitführte, ein paar Bilder anfertigen konnte, von denen ich ein paar besonders schöne in diesem Artikel anfüge.

Anschließend ging es dann in die Vorstellung bzw. das Konzert. Die Musik wurde von einem Orchester vor einer großen Leinwand vorgetragen. Ich fühlte mich direkt in die weit entfernte Galaxis versetzt. Teilweise dachte ich, es wäre kalt in der Halle. In Wirklichkeit handelte es sich aber um eine Gänsehaut, welche wohlig vom Steiß hinauf über den Rücken bis auf die Stirn krabbelte. Anthony Daniels führte eloquent durchs Programm und spielte zum Glück nicht durchgängig den zappelnden Protokolldroiden. Ließ aber nicht die Möglichkeit aus, Anspielungen auf seine Rolle in der Saga einzubringen, was beim Publikum hervorragend ankam. Es wurden die bekanntesten Stücke aus allen sechs Filmen gespielt und mit einzelnen Filmszenen und (untertitelten) Dialogen untermalt. Da war von der Eröffnungsfanfare, über dem Liebesthema aus Episode II alles dabei. Natürlich fehlte auch der Imperiale Marsch und die Cantina-Musik nicht. Bei dieser ebbte kurz eine deutsche Eigenheit auf, die sich zum Glück nicht über das ganze Stück durchsetzen konnte: Das Taktklatschen.

Ein wirklich toller Abend, den ich jedem empfehlen kann. Leider sind bisher keine weiteren Termine in Deutschland angesetzt (obwohl es schon Gerüchte über weitere Veranstaltungen im nächsten Jahr gibt), so dass die Gefahr besteht vorerst nicht wieder in den Genuss von Star Wars-Musik in diesem Ambiente zu kommen.

Ein guter Eindruck von der Veranstaltung lässt sich auch über diesen Artikel bei Hamburg 1 gewinnen.

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