Heute habe ich das erste Mal das englische Wort „Dignitary“ nachgeschlagen. Man verwendet es als Figurensammler doch recht häufig, der „Imperial Dignitary“ ist schon fast ein geflügeltes Wort seit den Vintagezeiten Anfang der 80er. Und was heißt es nun? „Würdenträger“ ist des Rätsels Lösung – ein kaiserlicher bzw. imperialer Würdenträger. In dieser Aufgabe gehört er zum engsten Beraterkreis des Imperators und ist in Episode VI mit seinen Kollegen im Hintergrund zu sehen.

Imperialer Würdenträger Kren Blista-Vanee

Der erste dieser Würdenträger, Sim Aloo, erschien bereits 1985 und wir mussten ganze 18 Jahre warten, bis 2003 endlich ein Nachfolger angekündigt wurde. Dieser ist nun der Gegenstand dieses Artikels und hört auf den Namen Kren Blista-Vanee. Er wurde seinerzeit nach dem gleichen Konzept hergestellt, wie die kürzlich besprochenen Figuren Tanus Spijek und J’Quille: Ein Körper für zwei Charaktere. Die zweite Figur ist in diesem Falle ein dritter, zur selben Zeit erschienener Würdenträger mit dem Namen Janus Greejatus. Diese Lösung lag auf der Hand, da beide lediglich eine dunkle, weite Robe tragen. So teilen sich die beiden nicht nur den starren Körper, sondern auch die Beine und die Hände. Lediglich die Köpfe und Arme sind unterschiedlich.

Die Figur des Kren Blista-Vanee kommt recht schlicht daher. Alle Teile bis auf dem Kopf und das angeschlossene, große Kragenteil sind gänzlich unbemalt. Dies wird ein wenig durch feine, rote Linien an Säumen und ein bemaltes Gesicht wettgemacht. Bemalte Gesichter wirken immer ein wenig klarer, als wenn der Kopf in fleischfarbenem Kunststoff unbemalt verbleibt. Leider wurde bei dieser Figur im Gegensatz zum Körper-Zwilling für alle anderen Anbauteile außer dem Kopf ein sehr weicher Kunststoff verwendet. Dies führt dazu, dass die Füße unter dem Körpergewicht leicht einknicken und dass die Arme der Figur schon bei leichten Bewegungen vom Gelenk poppen. Die Figur ist mehr oder weniger eine Statue, da nur die Gelenke in den Oberarmen und an den Handgelenken beweglich sind. Obendrein sind die Hände recht merkwürdig geformt. Bei einer Hand sind alle Finger abgespreizt bei der anderen sind es drei. Mit etwas Phantasie kann man so eine offene Diskussionshaltung darstellen, aber so richtig gefallen tut das nicht. Dies liegt daran, dass diese Hände vermutlich ursprünglich für die andere Figur, Janus Greejatus, entwickelt wurden. Dort lassen sich nämlich die abgespreizten Finger ineinander verschränken. Bei Blista-Vanee wird dies durch die weniger angewinkelten Arme vermieden.

Beiden Figuren gemeinsam ist das Zubehör. Normalerweise erwähne ich die Standplatten der Figuren nicht gesondert, diese hier ist aber etwas ungewöhnlich. Die Standardplatten zu jener Zeit ließen sich alle miteinander verbinden, so auch diese hier. Diese Platten sind jedoch nicht grau mit aufgeprägtem Star Wars-Logo, sondern schwarz mit einer glatten Oberfläche. Sie dienen wohl nur Dekorationszwecken, da sie keinen Noppen haben, welcher normalerweise in die Fußlöcher der Figuren passen und die Standfestigkeit erhöhen.

Trotz all dieser Kritik sollte man diese Figur zumindest als Sammler nicht verschmähen, denn wie eingangs schon erwähnt ist dieser Charakter eine Figur des absoluten Hintergrundes und dort macht er sich gut z.B. in einer Diskussion mit seinem Körper-Zwilling. Zum Spielen taugt sie jedoch nicht aufgrund der lockeren Teile.

Nach diesem nun vier Artikel langen Abstecher in die Vergangenheit bleibe ich im nächsten Artikel zwar thematisch auf dem Todesstern begebe mich aber wieder in die Gegenwart. Ich werde mich mit einer aktuellen Ausgabe eines Vertreter der Skywalker-Familie beschäftigen.

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