Battle for Endor - Battle Pack

Es ist Battle-Pack-Zeit, also lasst uns flugs mit dem nächsten Figuren-Set voranschreiten und es genauestes sezieren.

Diesmal mit dabei: Der Erfinder von R2-D2’s Stimme, ein Zubehör, welches ich schon immer mal haben wollte und eine Figur von der ich nur gedacht habe, dass ich sie bereits hätte.

Um die Spannung nicht weiter auf die Spitze zu treiben, es geht um das Battle-Pack mit dem klangvollen Namen „Battle for Endor“. Im Gegensatz zum zuletzt besprochenen Set sind hier statt vier lediglich drei Figuren enthalten. So finden wir neben einem weiteren imperialen Offizier nun eine neue Luke Skywalker-Figur und einen Ewok mit einem großen Gleitsegel, welches die verringerte Figurenzahl rechtfertigen könnte. Während die Figuren des „Shield Generator Assault“-Packs noch sehr eng einer Szene zuzuordnen waren, sind die Figuren in diesem Set über alle Ewok-Szenen verteilt. Der Offizier stammt aus der Szene, in der die Rebellen bei ihrem ersten Angriff auf den Schildgenerator überrascht wurden. Damit hätte er besser in das letzte Set gepasst und war tatsächlich sogar dafür vorgesehen. Aus kalkulatorischen Gründen hat man ihn dann aber für dieses Set, welches im Folgejahr 2009 erschien aufgehoben. Im erweiterten Universum hat dieser Charakter den Namen Colonel Dyer erhalten. Diese Figur wurde von dem Star-Wars-Sound-Effekte-Gott Ben Burtt verkörpert und hat einen relativ kurzen Auftritt im Film. Im englischen Original kommt er ins Bild, ruft „Freeze!“ und wird von Han Solo mit Hilfe einer Werkzeugtasche in einen Abgrund befördert.
Der Einsatz von Luke Skywalker in seinem Tarnumhang fand hingegen schon etwas früher im Film statt, kurz nachdem die Rebellen auf dem Waldmond Endor landen und es zur rasanten Speederbike-Jagd kommt.
Und die letzte Figur wiederum, der Ewok mit dem Gleiter stammt aus den Szenen, in denen die Rebellen auf Endor wieder langsam mit Unterstützung der Ewoks die Oberhand gewinnen.
Damit auch hier genug zum Film, es wird Zeit für Details. Wieviel Neues kann dieses Figurenset bieten?

Luke Skywalker

Luke Skywalker - Endor Outfit

Noch als ich diese Figur aus der Verpackung befreite war ich der Meinung, dass sie zu einem Großteil einer identischen Endor-Luke-Figur von 2006 entspricht und nur Teile der Bemalung geändert wurden. Dies ist aber falsch. Von dieser Figur übernimmt sie lediglich den Kampf-Poncho in Tarnfarben und das Waffenholster. Darunter befindet sich dann eine Luke-Jedi-Figur von 2007. Diese Figur habe ich zwar hier noch nie vorgestellt, ein Foto findet sich aber beim Sandsturm-Luke für dessen Basis sie auch herhalten musste. Diese Figur hatte damals eine sehr eigenartig gelöste Stofftunika vorzuweisen. Sie war im Grunde nichts anderes, als ein Schal, welcher durch einen breiten Gummigürtel zusammengehalten wurde hinter dem man das Lichtschwert geklemmt hat. Diese Lösung konnte nur aus der Ferne überzeugen und wirkte aus der Nähe immer etwas fehl am Platze.

So war es eine Riesenüberraschung, dass sich in diesem Battle-Pack unter dem Poncho noch einmal eine komplett überarbeite, aufwändige Tunika mit Web-Gummi-Gürtel fand, welche um Längen besser aussieht. Die Bemalung ist relativ identisch zur Vorgängerfigur. Nun trägt Luke jedoch einen Handschuh an der rechten Hand und hat eine blassere Hautfarbe.
Die Figur selbst genügte seinerzeit allen Ansprüchen wurde aber in meinen Augen kürzlich durch den neuen Jedi-Luke als beste Figur dieses Charakters abgelöst. Mit dem Zubehör aus diesem Battle-Pack steht es nun jedem frei, sich die ultimative Figur für jede Szene selbst zusammenzustellen.

Imperial Officer

Imperialer Offizier - Colonel Dyer

Vieles, was ich bereits im letzten Battle-Pack zu dem dort enthaltenen imperialen Offizier schrieb gilt auch für diese Variante, weil beide Figuren auf der gleichen Basis entstanden. Dennoch gibt es Unterschiede. Da ist vor allem der Kopf zu nennen, welchen einen gut getroffenen, jungen Ben Burtt darstellt. Besonderes Augenmerk ist hier der Bemalung zu schenken. Im Gegensatz zu Lieutenant Renz wurde hier nämlich kein hautfarbener Kunststoff eingesetzt, sondern der Kopf wurde in braunem Plastik gegossen, welches anschließend bemalt wurde. Dies wirkt bei näherer Betrachtung immer etwas besser und nicht ganz so „wächsern“ wie die unbemalte Variante. Außerdem hat man im Vergleich zu Renz einen Fehler behoben. Dieser trug nämlich noch die Rangabzeichen des Moff Jerjerrod auf dessen Basis die Figur produziert wurde. Bei Colonel Dyer hat man diese nun entfernt (man kann sie jedoch unter bestimmten Lichteinfall noch leicht erkennen). Interessant ist, dass man nun einen winzigen Pinselstrich angebracht hat, welcher nun den kleinen Codezylinder in der Nähe der Armbeuge silbern erstrahlen lässt. Außerdem trägt Dyer im Gegensatz zu Renz Handschuhe… in wie weit dies der Vorlage entspricht kann ich nicht beurteilen – mir gefallen beide Varianten.

Ewok Warrior

Ewok-Krieger - Warok

Auch dieser Ewok mit dem Namen Warok hat natürlich einen Vorgänger, welcher wieder einmal aus dem Romba und Graak Doppelpack stammt (Ich hatte ja schon mal ähnliche Figuren beschrieben). Auch hier hat man der Figur lediglich einen neuen Kopf, eine neue Kopfbedeckung und eine vollständig andere Bemalung verpasst, was ihn nun nur schwer von seinen Vorfahren unterscheiden lässt. Das ist das Tolle an den Ewok-Figuren, Hasbro hat hier wirklich eine optimale Basis geschaffen. Neben dem Körper von Graak wurde im übrigen auch seine Bewaffnung übernommen, welche aus Pfeil und Bogen besteht. Der Gleiter und die Steine hingegen stammen von einem Ultra-Set aus dem Jahr 2004, welches schon seit langen auf meiner Wunschliste steht, ich aber bisher noch nicht ergattern konnte.
Der Ewok ist sehr fein und detailliert bemalt und muss den Vergleich mit seinen Vorgängern nicht scheuen. Er passt außerdem sehr gut in den Gleiter, welcher eigentlich für eine etwas größere Figur entwickelt wurde.

Damit kommt nun die Frage alle Fragen: Ist dieses Battle-Pack einen Kauf wert? Dagegen spricht die vergleichsweise geringe Anzahl von Figuren, welche es in dieser Form alle schon einmal gegeben hat. Insbesondere Colonel Dryer ist realistisch betrachtet nur ein weiterer Aufguß von Lieutenant Renz, welcher selbst schon das Rad nicht neu erfunden hat. Wo dieses Set aber überzeugt, dass ist das Zubehör. Das fängt bei Luke mit seiner genialen neuen Tunika an und endet beim Ewokgleiter mit den zwei Steinbomben. Außerdem ist der Ewok Warok für mich trotz seiner Basis eine vollwertige, neue Figur, weil er das Beste aus einem existierenden Gußmodel herausgeholt hat. Für Sammler ist es also allemal interessant und Kinder erhalten sowieso für wenig Geld gleich drei Figuren. Der finanzielle Vorteil ist in diesem Set jedoch nicht ganz so groß, kann man doch für das gleiche Geld auch andere Sets mit mehr Figuren erstehen.

Ich denke, mit dem Figurenkauf ist es wie mit der Macht …. Man sollte sich von seinen Gefühlen leiten lassen (und ein ganz klein wenig auch vom Taschengeld).

So verbleibe ich abschließend wieder mit einem kurzen Ausblick auf dem nächsten Artikel. Dort werde ich meine „Rückkehr der Jedi-Ritter“-Serie beenden (welche schon seit Februar diesen Blog füllt!) und mich wieder einer andere Serie in diesem Blog zuwenden: Den Order-66-Packs. – Es wird Zeit!

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