Captain Antilles

Heute soll es mal wieder um eine Figur aus dem Jahr 2004 gehen. Dem Jahr, in dem Hasbro allmählich begann sich von reinen Prequel-Serien wieder zur Original Trilogie zuzuwenden. Es handelt sich um die fünfte Fans‘ Choice Figur, welchen  den Charakter Captain Antilles darstellt. Er ist das erste direkte Opfer Darth Vaders, welches man im allerersten Star Wars-Film auf der Leinwand sah. Und er ist außerdem ein Filmtoter, welcher noch in seinem dem Leben entzogenen Zustand fähig ist, das Gesicht zu schützen, wenn man seine Leiche rabiat durch die Luft wirft.
Man muss das Alter dieser Figur berücksichtigen, wenn man sich die Gelenke und ihre Ausführung anschaut. Sie hat zwar vollkommen unartikulierte Beine bei den 11 Gelenken der Figur gibt es trotzdem einiges Interessantes zu entdecken. Was den Beinen fehlt können die Arme mit je drei Gelenken wieder wettmachen. Schulter- und Handgelenke sind einfache Drehgelenke. Die Ellenbogengelenke sind sehr flach geschnittene, schräge Drehgelenke, die es der Figur ermöglichen die Hände zum Hals zu führen um sich gegen Vaders Todesgriff zu wehren. Dieser Hals hat übrigens kurioserweise ganze zwei Gelenke aufzuweisen. Eines dieser Gelenke ist ein Kugelgelenk. Damit war diese Figur damals der erste Nicht-Droide, dessen Kopf auf einem Kugelgelenk sitzt. Somit lässt sich dieser richtig schön leidend nach hinten beugen (Nein, ich bin kein Sadist – aber je filmgetreuer die Figur sich bewegen lässt, desto besser ist es doch). Das zweite Gelenk hat der Hals in seinem Ansatz und ich gebe zu, dass mir der Sinn nicht ganz einleuchtet. Ich kann den Hals hier getrennt von Kopf und Rumpf drehen und am merkwürdigsten ist die Tatsache, dass ich den Hals hier ein Stück weit aus dem Rumpf ziehen kann. Ich kann mir nur vorstellen, dass diese Funktion dazu dient dem dunklen Lord den Griff etwas zu erleichtern – klingt schon wieder sadistisch… aber hey!
Am Besten an dieser Figur ist jedoch einfach seine detaillierte Modellierung. Die Kleidung wirft sehr viele schöne Falten, was besonders an den Ellenbogen auffällt. Außerdem trägt sie eine Jacke, welche als eigenes Kunststoffteil ausgeführt ist. Diese liegt locker über dem auf dem linken Bein aufmodellierten Waffenholster und kann außerdem die eingesteckte Waffe dezent verbergen, obwohl sie sehr weit aus dem Holster herausragt.  Da 2004 oftmals sehr weicher Kunststoff verwendet wurde lassen sich die Arme aus ihren Schultergelenken ziehen und die Jacke sogar ausziehen. Dies macht aber kaum Sinn, da die Figur ohne Jacke sehr merkwürdig aussieht. Die Arme sind ja noch von der Jacke bekleidet und der Oberkörper nicht mehr.
Das Gesicht macht auf mich einen sehr jungen Eindruck. Der Ausdruck ist aber sehr gut getroffen. Der Mund ist leicht geöffnet und die Stirn liegt in Falten. Man kann ganz eindeutig erkennen, dass dieser Mann leidet (nochmal: ICH habe die Figur nicht modelliert). Außerdem liegt dieser Figur noch der typische gut passende Rebellenhelm und der bereits erwähnte Blaster bei.
Für diese Figur kann ich nur eine Kaufempfehlung aussprechen. Sie ist wunderbar und detailreich gearbeitet und wertet diesen Nebencharakter ungemein auf. Außerdem ermöglicht sie es eine sehr ikonische Szene des Films nachzustellen.
Weiteres seht ihr, wie gewohnt, in meiner Bildergalerie. Der typische Ausblick auf den nächsten Figurenartikel sagt heute: Wir werden uns auf einen Drink in Episode II wiedersehen.

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