Ein Blog ist ja auch ein Tagebuch, drum möchte ich hier gerne noch einmal aufschreiben, wie ich dieses Comic-Projekt umgesetzt habe. Vorrangig um mich selbst zu erinnern, vielleicht kann ich aber bei einem Leser auch Anreize für eine ähnliche Arbeit schaffen. Unter anderem soll dieser Rückblick erklären, wie es zur Idee kam und warum die ganze Geschichte nun dieses Ende hat statt einer großen Auflösung oder ähnlichem.

Für diejenigen, denen das hier zu viel Text ist, noch der Hinweis auf eine kleine Ankündigung am Ende des Artikels.

Wann ging’s los und warum?

Die erste Idee für dieses Projekt hatte ich ungefähr am 15. Januar, als ich die damals gewonnenen Comics las und feststellte, dass mir sie so viel Spaß machten. Als nochmaligen Dank hatte ich alsbald die Idee eine Antwort zu verfassen, die ähnlich geartet wäre, wie mein Wettbewerbsbeitrag, der ja dann erst dazu führte, dass ich die Hefte in den Händen halten konnte. Da ich aber nicht wieder zeichnen wollte und schon immer vorhatte etwas mehr mit den drei Stormtroopern aus dem Header dieser Seite zu machen, hatte ich recht schnell die Idee einen Fotocomic zu erstellen. Worüber ich mir jedoch keine Gedanken gemacht hatte, war die Story (total blöd, aber manchmal klappt sowas ja – einfach planlos ran, die Ideen kommen schon). Mir war nur klar, dass es etwas mit den Comics sein müsste und dass sich der sprechende Hase irgendwie anbot, den hatte ich ins Herz geschlossen.

Warum Möbel für Actionfiguren von Stormtroopern?

Mein erstes Foto und die Nachbearbeitung mit dem iPhone. Alles etwas karg - Requisiten mußten her!

Also war ich auf der Suche nach einem braunen Hasen, der zu den Figuren passt. Playmobil bietet sich dabei von der Größe und dem Zubehörumpfang direkt an. Ich wurde dann auch bereits am 21.1. im örtlichen Supermarkt fündig. Ein kleines Päckchen mit zwei Kindern, einem Bollerwagen und Has‘ und Igel (Passt auch perfekt zu meinen Heimatort – sind hier ja quasi Wappentiere in Buxtehude). Und weil ich ein weiteres Set mit Katzen so putzig fand, habe ich das auch gleich mitgenommen. An dem Tag habe ich gleich einmal ein Testfoto gemacht, welches ich anschließend noch mit der iPhone-App „Strip-Designer“ um ein paar Texte erweiterte. Was man auf diesem Bild sieht, und nur das, war auch die grundlegende Idee der Story, die ich bis dahin entwickelt hatte: Trooper sieht Hasen – Hase spricht – Trooper erschrickt sich. Ich wollte ja kein ganzes Album füllen. Eine Seite, die irgendwie schon saukomisch werden sollte hätte mir gereicht. Ich habe mir da auch nicht mehr Gedanken gemacht, weil mir vorrangig auffiel, wie trostlos die Kulisse für das Bild aussah. Wenn ich da drei Trooper einbauen würde, die müssten ja die ganze Zeit herumstehen. Kurzerhand bestellt ich noch am gleichen Abend einen  große Wohnküche und eine Badausstattung – ebenfalls von Playmobil. Die Wohnküche bot sich als Basis für ein sitcom-haftes Geschehen nahezu an und einen Trooper, den ich evtl. auf ein Klo setzen konnte… nun, die Witze würden sich von alleine ergeben, so hoffte ich.

Von der aufgebauten Küche habe ich am sehr frühen 29. Januar noch ein paar Aufnahmen mit dem iPhone gemacht. Später habe ich dann auch das Bad aufgebaut um zu sehen, wie man dort einen erschrockenen Trooper darstellen könnte (Die Grundidee und der Höhepunkt der Geschichte, der musste auf jeden Fall sitzen). der Großteil der Bilder aus der Küche, die es dann auch in die finale Version geschafft entstand schon an diesem Tag. Deswegen sieht man auf einem dieser Fotos auch schön den Aufbau meines kleinen Mini-Fotostudios im Koffer und die Kompaktknipse…. irgendwann werde ich eine schöne große Kamera besitzen und dann wird die Fotoausbeute hoffentlich größer.

Woher bekommt man so kleine Comics?

Was man auf den Fotos auch sieht, das sind die winzigen Comicheftchen. Ich hatte eine Woche zuvor die Cover aller drei Comi

Eine Antwort auf Stormtrooper-Comic – Ein Rückblick

  • Lichtschwert sagt:

    Der Hauptteil der Arbeit versteckt sich ja in Bereichen, an die man beim Lesen deiner Comics gar nicht gedacht hat.
    Schön aufschlussreiches Making of; ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

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