Pablo Jill - Geonosis Arena

Was versteht ihr eigentlich unter einem abgefahrenen Alien-Design? Reicht euch da so ’ne klingonische Ananas-Stirn oder muss es doch schon irgendwas mit Reptilienaugen, möglichst schleimig und schuppig sein? Nun, all dies hat die Figur, um die es in diesem Artikel geht nicht zu bieten. Dennoch ist das Design überaus merkwürdig, weil die Anatomie des Charakters nicht dem entspricht, was man aus der normalen Welt kennt. Man muss sich nur den Kopf angucken… der steht nämlich Kopf. Das Kinn ist die Stirn und der Mund liegt dort, wo man die Augen erwarten würde. Eine Nase fehlt, aber aus dem Hinterkopf wachsen die Augen an Stielen nach vorne unter den Mund. Außerdem hat der Ongree-Jedi Pablo Jill an beiden Händen zwei Finger und zwei Daumen. Die Arme wirken recht normal aber die Beine… Die Figur hat zwei Fersen! Eine steckt in den Stiefeln und eine liegt recht hoch und bewirkt das der Oberschenkel eher etwas angewinkelt gehalten wird, wie beispielsweise bei einer Katze. Und dann sind da noch die Füße: augenscheinlich trägt der gute Pablo seine großen Zehen nämlich an den Außenseiten der Füße. Sicher bin ich mir dabei jedoch nicht. Evtl. kam der Aufruf zum Angriff der Arena auf Geonosis ja auch so plötzlich und der Jedi-Meister hat nur seine Stiefel vertauscht.

Allein mit dem Design hätte man mich also zu einem Kauf bewegen können. Wie sieht es jedoch mit der Bemalung und der Artikulation aus? Auf dem ersten Blick wirkt die Bemalung schlicht. Dies liegt vor allem an den großen braunen Teilen des Jedi-Mantels, welcher nicht schattiert wurde. Ein wenig kann darüber der sehr detailreich modellierte Faltenwurf hinwegtrösten. Aber auch die anderen Teile der Bekleidung wirken eintönig. Lediglich der Gürtel weist feine Details auf. Dafür hingegen sind Kopf und Hände fein schattiert und detailliert gezeichnet. Hier fallen besonders die roten Augen mit den extravaganten Pupillenschlitzen auf. Das ansonsten silberne Lichtschwert hat übrigens auch einen roten Schalter und einen schwarzen Ring aufzuweisen, was bei vielen anderen Figuren nicht zum üblichen Standard gehört.

Als diese Figur 2004 erschien  war gerade erst der Beginn der hochartikulierten Figuren zu bemerken. Ein Kugelgelenk am Hals, wie es diese Figur hat, wurden gerade erst zur üblichen Technik. So mag diese Figur etwas steif wirken passt aber in die Zeit. Die Beine haben nur jeweils ein Drehgelenk in der Hüfte. Die Knie und die vier Fersen sind unartikuliert. Dafür haben jedoch beide Arme drei Drehgelenke. Jeweils in der Schulter und an der Hand, sowie in schräger Form am Ellenbogen. Sie ermöglichen zwar ein paar Posen, so richtig begeistern können sie aber nicht. Der weite Ärmel der Robe hängt eben normalerweise nur in einer Richtung herunter. Will man seine Figur natürlich aufbauen ist die Auswahl der Posen trotz der Gelenke etwas eingeschränkt. Dennoch ist diese Lösung auf jeden Fall besser, als eine starre Figur.

Außerdem sollte man anmerken, dass diese Figur sehr frontlastig und damit schlecht ausbalanciert ist. Will man sie ausgepackt in der Vitrine aufstellen empfiehlt sich eine Standhilfe eines Zubehöranbieters.

Für Sammler ist dieses Alien ein Muss. Ich habe jedoch den Eindruck, dass diese Figur einigermaßen schwer zu bekommen ist. Was ja eigentlich kein Hindernis darstellt und die Jagd erst richtig spannend macht. Zum Spielen ist sie deswegen vielleicht etwas zu schade. Die Standprobleme und das etwas fragile Lichtschwert (abnehmbare Klinge) sprechen ebenso gegen ein beanspruchendes Kinderspiel. Andererseits ist er eine willkomene Verstärkung für die Armee der Republik. Denn die Klone wollen schließlich in den Krieg geführt werden.

Einen weiteren zukünftigen Klonanführer gibt es übrigens im nächsten Artikel, denn wir sind schon wieder beim Ausblick für diese Kategorie angelangt. Hier wiederhole ich mich ungern, aber es heißt mal wieder:  Jedi, Geonosis, Alien. Vielleicht sollte ich deswegen noch hinzufügen, dass die Figur wieder etwas älter ist.

 

PS: Dies ist zwar eine Figur, die in Episode II zu sehen war und vor Episode III erschien, in Episode III ist der gleiche Charakter aber auch im Hintergrund zu erkennen.

 

Modellierung:★★★½☆ 
Bemalung:★★★½☆ 
Artikulation:★★★☆☆ 
Zubehör:★½☆☆☆ 
Gesamt:★★★☆☆ 3/5 

Ein Kommentar zu Jedi Kreuzundquer

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