Anakin Skywalker - Tatooine Attack

2012, ein neues Jahr! Es wird Zeit mal einen Artikel fertig zu stellen, der hier schon seit Ewigkeiten auf der langen Datenbank herumgammelt. Also lasst uns beginnen.

Ich befinde mich mit meiner Figuren – Besprechungsreihe ja thematisch immer noch auf Tatooine zur Zeit von Episode II. Diesem Bereich ist auch die heutige Figur zuzuordnen. Es handelt sich um den Anakin Skywalker in der „Tatooine Attack“-Version von 2002. Diese Figur stellt Anakin Skywalker demnach, wie die Evolutions-Figur von 2008 als Padawan von Obi-Wan dar. Hierbei insbesondere die Szene, in der er seine Mutter bei den Tusken findet und anschließend wegen ihres Todes Rache an dem ganzen Stamm übt. Dieser Anakin weist die für seinen Veröffentlichungszeitraum typischen Eigenheiten auf. So finden wir auch hier, den sehr weiten, actionorientierte Stand, ein mechanisches Actionfeature, einen Magneten in der Hand und den übertriebenen Gesichtsausdruck. Beim Zubehör hingegen hat man das Augenmerk weg von Blitzen und Schlageffekten hin zu sinnvollen Ergänzungen für den Hintergrund der Figur gehalten. So gibt es hier nun einen Vorratsbehälter der Tusken, sowie eine Tuskengewehr und eine Gaffi-Lanze. Diese Figur entspricht gewiss nicht mehr dem Maßstab, den man an aktuellen Figuren anlegt, hatte jedoch zu ihrer Zeit viele Features, die man erst seit ein paar Jahren wieder besonders bei den Figuren der Vintage-Reihe begegnet. Z.B. einen Stoffrock, der normalerweise eine größere Beinfreiheit ermöglicht, hier jedoch zur Unterstützung des Actionfeatures dient. Dieses besteht darin, dass man die beiden Beine durch zusammenpressen spannt und dann durch Druck auf einen Knopf im Rücken der Figur einen Tritt auslöst. Die Bewegung ist jedoch allenfalls marginal, so dass dieser Tritt, wie ein kleines Zucken wirkt. Dafür steht die Figur auch ohne Standhilfen immer sicher im Regal. Unterstützen lässt sich dieses Feature optisch mit einem zweiachsigen Drehgelenk im Knie und einem einachsigen Gelenk am Oberschenkel des rechten Beins der Figur. Außerdem finden sich bei dieser Figur noch Drehgelenke am Hals, den Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenken, womit wir auf eine Anzahl von zehn Drehachsen kommen.

Für mich ist diese Figur eine der besseren Anakin-Figuren der Zeit. Sie ist detailliert gestaltet ohne zu übertrieben zu wirken. Etwas dezenter hätte vielleicht der grimmige Gesichtsausdruck sein können. Hier besteht jedoch die Frage, in wie weit dies auf dem Maßstab möglich ist. Vielleicht liegt es auch an der Farbgebung, die zwar im Gesicht sehr fein aufgetragen wurde, jedoch insgesamt zu hell wirkt. Insbesondere die Haare wirken doch etwas zu blond. Dies ist aber der einzige Punkt bei dem die Bemalung danebenliegt. Allgemein wurde hier ein höherer Aufwand getrieben. So sind die Stiefel nicht nur in einem matteren braun, als das ohnehin schon braune Plastik bemalt, Details wurden auch noch zusätzlich durch eine dunklere Farbe betont. Mit vielen Details wurde auch der Gürtel des Jedi-Schülers versehen. Weiterhin sind an den Handgelenken und am Hals die verschieden Lagen der Jedi-Tunika zu erkennen und die Zopfbänder wurden mehrfarbig bemalt. Nur den Magneten in der rechten Handfläche hat man anders, als bei einem Obi-Wan Kenobi, der etwas später erschien, nicht bemalt. Dafür wurde diese Hand in geöffneter Haltung modelliert, was mich ja immer besonders anspricht.

Beim Zubehör ist nur der Lederbeutel an dem Gestell neu. Dieses besteht aus drei Teilen, die locker zusammengestellt werden um dann mit dem Tritt-Mechanismus zerstört zu werden. Auf glatten Untergründen kann man sich diesen Mechanismus jedoch sparen, da kann man froh sein, dass die Gerätschaft überhaupt zusammenhält. Die außerdem beigefügte Gaffi-Lanze stammt von der weiblichen Tuskenfigur mit Kind aus dem gleichen Jahr und ist hier undbemalt und etwas länger. Dass große Gewehr lag in silberner Farbe schon dem Tuskenräuber aus der „Power of the Jedi“-Reihe von 2000 bei hier ist es nun trotz sehr vieler identischer Details etwas kleiner. Außerdem gibt es natürlich auch wieder das für die damalige Zeit übliche Lichtschwert, mit Metallgriff und abnehmbarer Klinge. Der Griff ist recht einfach gehalten wurde jedoch mit etwas schwarzer Farbe aufgehübscht. Wie immer besteht hier natürlich auch wieder die Gefahr, dass der Zapfen der Klinge leicht abbricht.

Will man sich heutzutage einen Padawan-Anakin kaufen, dann sollte man sich auf jeden Fall die oben erwähnte Evolutions-Figur zulegen, die ja im Rahmen der Legacy-Wiederveröffentlichungen noch einmal einzeln zu bekommen war. Zur Zeit als Episode II im Kino war und die Fans noch auf Episode II warten mußten, war jedoch diese Figur die sicher beste Inkarnation dieses Charakters. Sie ist sauber modelliert, detailliert bemalt und hat relativ viele Artikulationspunkte. Lediglich der Knopf im Rücken für das mislungene Actionfeature und die weite Beinstellung könnten neben der blonden Haarpracht ein wenig störend auffallen. Aufgrund des fragilen Zubehörteils und des leicht zerbrechlichen Schwertes ist die Figur jedoch nur bedingt für ein ausgelassenes Kinderspiel geeignet.

Und damit dann auch schon weiter mit der Vorschau auf den nächsten Artikel. Natürlich habe ich hier noch ein paar Episode II-Figuren zur Besprechung liegen. Ihre Anzahl wird jedoch überschaubar. Mit dem nächsten Artikel geht es mit beinahe unveränderter Topographie nach Geonosis.

Modellierung:★★★★☆ 
Bemalung:★★★½☆ 
Artikulation:★★½☆☆ 
Zubehör:★★★☆☆ 
Gesamt:★★★¼☆ 3.25/5 

Eine Antwort auf Kein netter Padawan

  • LostBoy sagt:

    Mir ist gerade aufgefallen das ich tatsächlich nicht im Besitz einer Anakin (Padawan) Figur bin, daher habe ich den Beitrag mit großem Interesse gelesen. Übrigens habe ich natürlich auch einen Beitrag auf meinem Blog dazu gemacht!

    Wieder mal eine sehr schöne Beschreibung, ich hoffe das du jetzt wieder regelmäßig postest.

    LB

Kommentar verfassen

Seitenarchiv
Tag-Cloud