Rebel Con - rebellenstuetzpunkt.de

Ich war noch nie auf einer Convention. Auch kenne ich keine anderen Figurensammler persönlich. Meine einzigen Kontakte diesbezüglich habe ich online und dort auch meistens eher einseitig.
Dies hat sich am Samstag geändert, als ich die Rebel Con in Bielefeld besuchte. Das erste Mal unter Gleichgesinnten. Aber vielleicht der Reihe nach – und als Anmerkung gleich vorweg: Bilder habe ich von unterwegs keine mitgebracht, außer denen, welche ich am Samstag getwittert habe, wovon ich einige Aufnahmen hier wiederverwende.

Morgens um neun ging’s los, als ich mit dem Rad zum Buxtehuder Bahnhof fuhr. Das Wetter war schön, der Himmel nahezu wolkenlos, aber es war kalt, so dass ich mir mit meinen empfindlichen Ohren meine treue Mütze eingepackt habe. Eine glückliche Fügung, wie sich erst sehr viel später zeigen sollte. Von Buxtehude dann mit der S-Bahn nach Harburg von wo es dann weiter im ICE nach Hannover ging. Dort mit zehn Minuten Wartezeit kurz umgestiegen und direkt nach Bielefeld, wo ich um halb eins eintraf. Vor Ort habe ich mich dann in das nächstbeste Taxi geworfen und gemeinsam mit dem Taxifahrer erst einmal ausklamüsert, wo denn dieses Rochus-Spiecker-Haus in der Mackebenstraße ist. Naja, mit Google Maps, Straßenkarte und geschulten Taxifahrerinstinkten ist das ja alles gar kein Problem. So war ich dann auch relativ flott da. Und obwohl noch gar nicht alles aufgebaut war, war’s schon richtig voll.
Aber erstmal zur Anmeldung. Den Durchde habe ich natürlich direkt erkannt. Es gab eine sehr freundliche Begrüßung und ich konnte das erste Mal erahnen, was für einen respektablen Aufwand das Team mit dieser Veranstaltung betrieben hat. Alles war schön dekoriert, ansprechend aufgebaut und gut organisiert. Dies war mein erster Eindruck und zog sich auch bis zum Ende durch.

Dann aber auch hinein in den Tumult. Ich bin ja nicht der Freund von Menschenansammlungen, besonders, wenn ich mich denen alleine stellen muss. Also habe ich mich erstmal ganz langsam an die Sache herangetastet. Erstmal hören, wie die Leute so drauf sind. Für mich unglaublich interessant zu sehen, wie man über das Thema Actionfiguren sprechen kann. Ich meine, ich schreibe hier in meinem Blog Artikel zu dem Thema. Aber mitzubekommen, wie es ist, einen Eindruck über eine Figur abzugeben und direkt ein bestätigendes, korrigierendes oder anderslautendes Feedback zu bekommen, das ist schon interessant. Das mag sich jetzt total bescheuert anhören, aber bei mir in der Familie und im Freundeskreis bin ich doch der einzige mit diesem Hobby , wie man sich vielleicht vorstellen kann. Naja, jedenfalls war dies für mich eine sehr interessante Erfahrung.

Was dufte ich erleben?

Nun, da ich als Kind nie Star Wars-Figuren besessen habe und mir meine Vintage-Sammlung vollständig aus dem Internet über Ebay bezogen habe, war ich natürlich brennend daran interessiert, andere Exemplare dieser Figuren zu sehen. Allein schon um den Erhaltungsgrad meiner Figuren abschätzen zu können und um zu sehen, ob ich da was optimieren kann. Natürlich war es für mich auch interessant etwas über das Zubehör zu erfahren. Es gibt ja bei mir noch immer einige Figuren, denen ich noch keinen passenden Blaster oder Stab zuordnen konnte. Außerdem ist mir wohl bewusst, dass ich von diesem Zubehör manche Replik in meiner Sammlung habe, aber wie unterscheide ich echtes Zubehör von Falschen? Wie ich erfuhr z.B. am Klang. Außerdem auch daran, ob das Zubehör in Wasser schwimmt oder nicht. Und nun ratet mal, was ich am Sonntag erstmal gemacht habe. Die schlechten ins Kröpfchen, die Guten ins Töpfchen. – Wirklich sehr spannend und es sah für mein Zeug gar nicht mal so schlecht aus.
Natürlich war auch die nahezu vollständige Tri-Logo-Ausstellung für mich spannend zu betrachten. Denn wo kann man die Abnutzung einer Figur oder deren Zubehör am besten erkennen, als im Vergleich mit einem Exemplar in einer ungeöffneten Originalverpackung? Unglaublich, so etwas zusammenzutragen. Meinen absoluten Respekt hierfür. So haben die Figuren also ausgesehen, als ich sie mir damals im Laden angesehen habe, aber nie gekauft bekam.

Es waren übrigens auch Mitglieder der 501. German Garrison vor Ort, dem deutschen Ableger des größten Star Wars-Kostümclubs weltweit. Unter anderem auch ein Stormtrooper. Die Gelegenheit für mich, einmal ein anderes Kostüm, als mein eigenes genauer zu betrachten und vor allem Problem beim Tragen und Schwachstellen einmal ausführlich zu diskutieren. Bei mir wurde wieder der Ehrgeiz geweckt, mein Kostüm zu optimieren, zu vervollständigen und es auch mal wieder selbst zu tragen.

Natürlich habe ich auch ein paar Figürchen gekauft, die sicher irgendwann mal in meinen Figurenbesprechungen auftauchen werden…. oder in irgendeinem Comic – wir werden sehen. Jedenfalls gab es zum Schluss ja noch die Verlosung der gesponsorten Artikel. Eine wirklich lustige Veranstaltung, bei der jeder der zahlreichen Gäste einen kleinen oder großen Preis mit nach Hause nehmen konnte. Ich konnte dabei eine wunderschöne Darth Vader-Wanduhr ergattern, die ich Sonntag direkt in Betrieb nahm. Ein lustiges Teil. Nicht nur, weil das Ziffernblatt in Darth Vaders Stirn hängt, sondern auch, weil sie Atemgeräusche von sich gibt und aus den Augen glüht, wenn ich das Licht ausschalte. Noch erschrecke ich mich immer dabei, ich hoffe jedenfalls, dass ich mich bald dran gewöhne und es lediglich ein Spaß für meine Gäste bleibt … hihi.

Naja, dann ging es an die Heimreise und leider konnte die Bahn hier meinem positiven Eindruck von der Anreise nicht mehr ganz gerecht werden. Beide ICE hatten über 20 Minuten Verspätung, so dass ich die jeweiligen Anschlusszüge nicht mehr erreichte. Damit hatte ich vor allem in Hannover über eine Stunde Wartezeit und war erst um kurz vor eins zu Hause. Zum Glück hatte ich ja meine Mütze eingepackt.

Das war mein Tag in Bielefeld. Ich habe mich sehr auf der Rebel Con amüsiert, konnte viel für mich mitnehmen und einen interessanten Nachmittag hatte obendrein. Ich sage vielen Dank und bin gespannt, ob es noch mehr von der Veranstaltung zu berichten gab. Mir schien, als hätten sich dort auch ein paar Pressevertreter vor Ort umgehört.

 

 

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