Ich denke ich muss hier in den nächsten Tagen mal ein wenig durchwischen – ich hoffe, ich finde die Zeit dazu. Bedingt durch meine Arbeit und dem anschließenden Urlaub gefolgt von einer Dienstreise war hier in der letzten Zeit sowieso recht wenig los. Das ist sehr schade, weil ein paar Ideen für neue Beiträge oder Projekte dadurch mangels Aktualität evtl. auf der Strecke bleiben werden. Insbesondere bei meinen Mitbringseln von der Rebel Con werde ich leider nicht mehr so viel machen, wie ursprünglich geplant – wenn denn überhaupt.
Darum hier und heute wenigstens mal wieder etwas von unterwegs. Ich war nämlich in den vergangenen Tagen auf einer regelrechten Reise in den „ehemaligen Ostblock“. Dies begann mit einem Besuch bei meinen Freunden in Cottbus, mit denen ich dann gemeinsam einen Tagesausflug nach Berlin unternahm um mir endlich mal das Pergamon-Museum ansehen zu können.

Die dort ausgestellten Monumentalbauten sind wirklich in dieser Präsentationsform beeindruckend und ich kann nur empfehlen sich dies einmal anzusehen. Das Wetter war recht kalt und vor allem sehr nebelig, so dass wir uns nicht so sehr draußen umsahen. Das ist dann sicher mehr was für den Sommer.

Außerdem war ich Anfang dieser Woche beruflich für drei Tage in der Ukraine. Aufgrund des knappen Zeitrahmens ist es mir lediglich gelungen in einer kleinen Besprechungspause ein wenig Straßenleben von meinem Hotelzimmer aus aufzuzeichnen. Nichts Besonderes aber immerhin was zu sehen.

 

Ich will hier gar nicht so sehr darauf herumreiten, dass die Ukraine ein typisches östliches Land ist, in dem sicher so manches Klischee bedient wird. Wenn man sich dort nämlich ein wenig umschaut, dann ist es auch sehr beeindruckend. Zum Beispiel sind wir vom Flughafen in Dnipropetrowsk über zwei Stunden mit dem Auto gefahren um unseren Zielort Kryvyi Rih zu erreichen. In der ganzen Zeit waren rechts und links nur bewirtschafte Ackerflächen zu sehen, welche ab und zu von einer kleinen Ortschaft unterbrochen wurden. Außerdem wird mir vor allem der Geruch dort in Erinnerung bleiben, der allerorts einem verbrannten irgendwas gleicht. Mal riecht es mehr nach brennendem Kunststoff, dann nach brennenden Chemikalien, vor allem aber nach brennendem Holz. Insbesondere bei den Überlandfahrten. Es scheint dort durchaus üblich zu sein überall in der Landschaft kleine Feuer zu entfachen um die man sich in Arbeitspausen herum versammelt.

Die Leute, die ich dort kennenlernen durfte, sprechen zwar nicht alle Englisch sind aber sehr herzlich und man verständigt sich in Brocken von Russisch (der Kollege war hier etwas vorbelastet und konnte helfen), Englisch und sogar Deutsch. Zur Not – und da sind wir wieder bei den Klischees – reicht das Wort „Wodka“ mit einer entsprechenden Geste. „Wodka“ mit reibender Geste, um die verdreckte Kamera wieder gangbar zu machen, „Wodka“ mit arm hebender Geste, um den Kollegen zu beschreiben, die schon mal vor Ort war und „Wodka“ mit Bauchreiben, um auf das schlechte Wetter aufmerksam zu machen.

Nun, wie gesagt, ich war drei Tage da. Das war zwar eine stressige Reise, aber länger hätte es nicht unbedingt sein müssen. Ich würde aber auch etwas vermissen, hätte ich diese Erfahrung nicht gemacht.

 

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