Heute erschien beim Rebellenstützpunkt eine neue Folge der Spielzeugtruppen, also ist heute wieder Behind-The-Scenes-Zeit und damit der Moment gekommen, wo ich euch wieder ein klein wenig zur Entstehung der vorangegangenen Folge aufschreibe. Selbstverständlich mit vielen Bildern, falls noch jemand Lust hat, sich sein ganz persönliches Tatooine nach Hause zu holen. Ganz offensichtlich erwähnenswert in der dieser Folge ist ja die neue Kulisse mit der Wüstenlandschaft, den Anfang möchte ich aber mit ein paar Hintergrundinformationen zur Story machen.

Die Story

Als ich von den RSP’lern vor ein paar Wochen gefragt wurde, ob ich in diesem Jahr wieder Comics fotografieren würde, da hatte ich das insgeheim zwar tatsächlich vorgehabt, die konkreten Gedanken daran aber wochenlang vor mir hergeschoben. Es gab ein paar grobe Ideen, was mir aber fehlte, war ein neues übergreifendes Thema und eine Idee, wie ich aus meinem kleinen Koffer herauskomme, denn neue Geschichten vor neutralem Hintergrund wollte ich erst einmal nicht mehr machen. Irgendwann brachte, glaube ich, Durchde in einer Mail das Stichwort „Sandtrooper“ und damit einhergehend kam der Einfall zu einer Wüstenkulisse. Nun brauchte ich noch Ideen für den Inhalt der Comics. Den Plan, eine große, zusammenhängende Story zu entwickeln habe ich recht bald verworfen und deswegen bin ich doch wieder auf meine kurzen Strips zurückgekommen. Für acht Stück habe ich mir an einem langen Nachmittag grob die Pointen zurechtgelegt um eine Übersicht zu haben, an dem ich mich beim Fotografieren längshangeln konnte.

Diese Folge nun, mit dem Titel „Berufsberatung“, war nicht dabei. Sie entstand relativ spontan während des Fotografierens und der Nachbearbeitung. Beim Fotografieren habe ich einfach nur das Bantha, den Tusken und die beiden Trooper aufgebaut, was wohl nur wenige Sekunden in Anspruch nahm. Eine Idee, was mit dem Bild passieren sollte hatte ich nicht. Sicherheitshalber machte ich noch ein paar weitere Bilder, auf denen nur die beiden Trooper in leicht unterschiedlichen „Unterhaltungsposen“ zu sehen waren. – Ich fürchte, man sieht den Bildern an, dass sie recht schnell entstanden sind. Mal baumelt das Gewehr unmotiviert in der Gegend, und mal steht der Trooper in einem ziemlichen Hohlkreuz da, so dass das Mittelgelenk unschön hervorsticht. Ich hoffe, das habt ihr das erst jetzt bemerkt, wo ihr dies lest. Naja, dann kam abschließend der Text, an dem ich ein wenig feilen musste, bis er passte. Ich hoffe, er hat den Bildern einen annehmbaren Twist gegeben, der ein wenig unterhält.

Die Figuren
Bei den Figuren handelt es sich einmal um eine Variante des Saga Legends-Sandtroopers von 2007 mit dem grau/weißen Pauldron (Super Dirty Sergeant) und um einen Evolutions-Sandtrooper (Erste Farbversion mit der überarbeiten Schmutzlackierung von 2005). Letzterer trägt seine Originalwaffe (Ich liebe diesen Repertierblaster mit dem breiten, farbigen Trageriemen). Der andere Trooper hat im Original eigentlich nur einen kleinen E11 und eine Dewbacklanze. Aber eine Dewbacklanze haben diese Trooper fast alle und darum darf er in diesem Strip das Blastergewehr des Commtech-Stormtroopers von 2000 tragen, welches auch sehr gut passt.
Der Tusken ist mein Lieblings-Tusken aus der PotJ-Reihe von 2002. Vielleicht etwas schlicht in der Bemalung und der Artikulation, aber eine unglaublich coole Gestaltung mit einer dezenten Pose. Und dazu passt natürlich dass PotF2-Bantha von 1998 mit seinem schönen, glatten Fell.

Und weil’s so schön ist, habe ich von den beiden noch ein Wallpaper gebastelt. (Download-Link)

Wallpaper 01 – Tuskenräuber

Die Kulisse/Bühne
Der vielleicht interessanteste Teil in diesen neuen Bildern ist die Bühne. damit es hier nicht zu lang wird, werde ich dessen Präsentation d auf dieses und meine zukünftigen Behind-The-Scenes aufteilen. Im Grunde handelt es sich um einen flachen Holzkasten mit einer Kantenlänge von 70cmx80cm. Außen herum wurde eine Umgrenzung aufgeschraubt, welche vorne 3cm hoch ist und hinten 7cm. An den Seiten läuft sie dann auf die beiden Maße zu. Dadurch kann man hinten den Sand etwas höher aufschütten um den Horizont etwas anzuheben. Somit hat man meiner Meinung nach ein etwas interessanteres Bild. Wobei eine ebene Sandfläche in einer Wüste sicher auch akzeptabel wäre. Dass man in der Wüste die Entfernungen nicht so gut abschätzen kann, weil das Auge keine Referenz hat ist hier nur von Vorteil, weil wir den Himmel, auf den ich später zurückkommen werde, recht nah platzieren können.
Bevor ich Sand in die Kiste eingefüllt habe, habe ich diese mit Styropor-Platten ausgelegt. Warum ich das gemacht habe, werde ich ebenfalls in einer späteren Folge meiner Behind-The-Scenes erklären, sie sind auf jeden Fall sehr hilfreich und sollten nicht vergessen werden. Kommen wir lieber zum Sand. Hier könnte man jeden x-beliebigen Sand verwenden. Ich hatte aber keinen zur Hand, der gerade trocken, in ausreichender Menge und möglichst sauber war. Zum Glück gibt es im Baumarkt aber Quarzsand, der sich hervorragend eignet. Er ist in 10kg und 25kg-Säcken erhältlich. Ich habe mich für die größere Variante entschieden, die ich auch nahezu vollständig auf meiner Bühne ausbringe. So lassen sich hervorragend Dünen und ebene Landschaften gestalten, ohne dass man Gefahr läuft, dass irgendwo der Untergrund herausschaut.
Für die wellenförmigen Verwehungen habe ich Anfangs noch mit einem groben Zahnspachtel und anderen Werkzeugen herumexperimentiert. Dies sieht man so auch noch in den Bildern, die vom ersten Aufbau der Kulisse stammen. Am einfachsten und natürlichsten wirken sie aber, wenn man sie mit vier Fingern gleichzeitig per Hand in den Sand malt.

Bevor der Text hier nun aber noch länger wird, vertröste ich euch besser auf’s nächste Mal und zeige noch einmal die letzte Folge in ihrer ganzen Pracht. Schon nächste Woche erscheint auf rebellenstuetzpunkt.de eine neue Folge bis zur  Rebel Con 2012 am 25. August – bleibt also gespannt.

Die Spielzeugtruppen Folge 1 – Berufsberatung

5 Antworten auf Die Spielzeugtruppen – Folge 1

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