Womit wir heute schon beim fünften Behind-The-Scenes in diesem Jahr wären. Und ich möchte es gleich vorweg nehmen: Dies ist eine meiner Lieblingsfolgen. Sicher kommen da noch ein paar, aber bei keiner Folge entstand die Idee so spontan und war gleich auf Anhieb weit ausgereift, wie hier. Bei keiner Folge dauerte das Fotografieren aber auch so unnötig lang, wie bei dieser Folge. Und deswegen werde ich euch heute auch nicht nur was zur Story, den beteiligten Figuren, den Requisiten und einer aufwändigeren Retusche erzählen, sondern auch dazu, warum ich die Strips im Freien fotografiert habe und warum das möglicherweise eine ganz blöde Idee war. Seid also gespannt.

Die Story

Es mag unglaublich klingen, aber der Ursprung dieser Geschichte ist die Leiter, die einer der beiden Sandtrooper mit sich herumträgt. Als ich diese Leiter kaufte, da wusste ich eigentlich gar nicht, was ich mit ihr wollte. Bestellt habe ich sie, wie die Spinde aus Folge 0 bei den Marauder Gun-Runners (USA) – und zwar einfach nur, um möglichst viel Ware mit möglichst wenig Porto zu erwerben. Ich dachte mir, dass von dem ganzen Zubehör, was dort angeboten wird, sich so eine Leiter vielleicht noch am ehesten für ein Fotorequisit verwenden lässt. Und als ich so durch die Reihen meiner Tatooine-Viecher schaute und mein Blick aufs Ronto fiel, da war mir irgendwie klar, wohin die Reise geht.
Eigentlich wollte ich an dem Tag etwas vollkommen anderes fotografieren aber damit war vorerst Schluss, ich musste erst einmal diese Geschichte auf die Speicherkarte bringen.

Die Szenerie

Ich habe ja schon einiges dazu geschrieben, was mich dazu bewegt hat in diesem Jahr nicht in meinem blauen Koffer zu fotografieren und warum ich diese große Kulisse gebastelt habe. Ich bin im Grunde auch sehr zufrieden damit, wie viele der Bilder im Anschluss aussahen. Aufgrund der besonderen Lichtverhältnisse gab es dann aber doch einiges an Ausschuss, der mich viel lehrreiche Zeit gekostet hat.
Und dabei bin ich diese Umstände wissentlich eingegangen. Begründet durch die Größe der Kulisse und den Dreck, den der verwendete, sehr feine Quarzsand verursacht, habe ich mich von vornherein dazu entschlossen meine Bilder im Freien aufzunehmen. Ich hatte außerdem die Hoffnung, dass ich im Sonnenlicht die Probleme mit meinen flackernden, kleinen Lampen umgehen konnte. Das hat auch alles ganz wunderbar geklappt, wäre da nicht noch ein weiterer Faktor: Das Wetter und dort insbesondere die ziehenden Wolken.
Ursprünglich sollten  an dem Tag als diese Story entstand Bilder für andere Strips zum zweiten Mal neu augenommen werden, weil sie aufgrund vorbeiziehender Wolken, in meinen Augen, nicht den richtigen Ausdruck hatten.
Weil das sehr nervig ist, wollte ich mich erst einmal mit dieser neuen Story ein wenig in Stimmung bringen. Beim Aufbau für das erste Bild (welches eigentlich das letzte des Strips darstellt aber meistens fotografiere ich die Geschichten immer mit dem letzten Bild beginnend) war das Wetter auch noch einigermaßen akzeptabel, aber kaum war die Kamera auf dem Stativ, sah die Szenerie eher wie Aufnahmen am Strand von Cuxhaven aus, als wie eine Szene auf einem Zwillingssonnenplaneten.
Letztendlich habe ich über drei Stunden für diese drei Bilder benötigt, die hauptsächlich daraus bestanden, im Gartenstuhl zu sitzen und auf den richtigen Moment zum Auslösen der Kamera zu warten. Und zwar auf den Moment, an dem die Wolken am Himmel gerade mal so viel Licht durchließen, dass ich mit der Ausleuchtung einigermaßen zufrieden sein konnte. Selbstredend habe ich die ursprünglich geplanten  Bilder an dem Tag nicht mehr aufgenommen.

Der Aufbau von meiner „Auf-Schönwetter-Warteposition“ aus fotografiert. Gut zu erkennen: Der alte Couchtisch, auf dem ich das Himmelposter befestige

Die Figuren/ Requisiten

Diesmal habe ich einen ziemlich bunten Mix an Figuren verwandt. Das Eopie ist wieder einmal das Mail in Exclusive von 2009, welches damals mit einer sehr schönen Qui-Gon Jinn-Figur erschien. Hier wird es aber von Pons Limbic (oder besser Braniac) geritten. Eine Figur aus der The Legacy Collection von 2008. Weiterhin haben wir zum zweiten Mal in diesem Jahr und zum dritten Mal in der ganzen Spielzeugtruppen-Historie (und damit bitte nicht wiederwählen) den Jawa mit dem Stoffrock aus dem Jahr 2009.
Er reitet auf dem – in meinen Augen – etwas zu kleinen Ronto von 1997, welches für mich mal wieder ein Kandidat für eine neue Figur wäre. Sollte Hasbro jedoch lieber einen Blurrg machen, dann könnte ich von diesem Wunsch absehen.
Die beiden Sandtrooper werden dieses Mal vom zweiten Saga Legends Repaint (Dirty Squad Leader) aus dem Jahr 2007 und dem TVC-Repack des Dewback-Sandtroopers von 2010 dargestellt. Der Squad Leader trägt diesmal wieder nicht seine Dewback-Lanze sondern ein Maschinengewehr, welches der Zubehör-Händler Marauder Gun-Runners als Gratisbeigabe versendet hat. Es passt hervorragend zu den Figuren und lockert das Bild der immer gleichen Waffen schön auf. Die Waffe hätte sogar noch ein bewegliches Zweibein, welches ich aber für den Strip entfernt habe.
Der andere Trooper trägt eine Sturmleiter, des gleichen Herstellers. Das obere Ende ist in mehreren Stufen ausziehbar und unten sind noch bewegliche Füße angebracht. Ein sehr schönes Zubehör, welches ich sicher noch einmal irgendwo verwenden kann. Dieser Trooper eignet sich übrigens besonders für eine Verwendung auf der Leiter, weil sich die Beine durch das zusätzliche Hüftgelenk viel natürlicher positionieren lassen.

Vermutlich weil ich so lange auf eine Möglichkeit warten musste, ein vernünftiges Bild zu bekommen, gibt es vom Aufbau des zweiten Bildes des Strips sogar einen kleinen, wackeligen und schlecht fokussierten Handy-Film.

 

Retusche

Normalerweise versuche ich Fotoretusche nur so anzuwenden, dass Unsauberkeiten oder Einschränkungen beim Fotografieren kaschiert werden.
Es ist mir wichtig, die Figuren möglichst so abzubilden wie sie aussehen aber vor allem auch funktionieren, wenn sie direkt aus der Verpackung kommen. In diesem Fall hatte ich jedoch ein kleines Problem mit der Figur auf dem Eopie. Wie so oft konnte sie nämlich aufgrund des Plastikrocks nicht richtig auf dem Reittier sitzen. So hätte es aber ausgesehen, als befände sich der Reiter im Galopp. Er sollte aber gemütlich im Sattel sitzen und die Kontrolle durch die Sandtrooper abwarten. Deswegen habe ich mich hier dann doch durchgerungen, die Realität etwas zu verbiegen.
Eine weitere Retusche sollte übrigens am Kopf des Ronto stattfinden, weil dieser oben aus meiner Kulisse herausragte. Zugunsten des Bildausschnitts, der die Trooper möglichst detailreich und groß zeigen sollte und weil es die Größendifferenz, auf welche die Story anspielt nur verstärkt, habe ich darauf verzichtet und den Kopf des Ronto mit dem Bild abgeschnitten.

Womit ich wieder am Ende meiner kleinen Geschichtensamlung aus dem Nähkästchen bin. Bis zur Rebel Con in etwas mehr als zwei Wochen gibt es wie immer, jeden Freitag eine neue Folge der Spielzeugtruppen auf rebellenstuetzpunkt.de. Dort findet ihr auch die aktuelle Folge für deren Behind-The-Scenes ich schon ein paar spannende Sachen vorbereitet habe.

Bis dahin aber erst einmal die hier besprochene Folge mit der Nummer 5.

3 Antworten auf Die Spielzeugtruppen – Folge 5

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