Im heutigen Teil meines Bauberichts zum Rebel Con-Flyer geht es um die zusätzliche Ausrüstung der beiden Trooper, die ich zusammengestellt und angefertigt habe. Laut Anforderungsprofil für imperiale Bergmänner wurden folgende Dinge benötigt:

  • Werkzeuge
  • Arschleder (Kleidungs und Rüstungsschutz)
  • Kopflampen

All diese Dinge bekommt man normalerweise nicht im normalen Star Wars-Actionfiguren-Sortiment. Sie mußten also anderweitig besorgt oder selbst angefertigt werden. Und wie das geht, das seht ihr im Folgenden.

(Anmerkung: Da sich Bild und textinhalt teilweise überschneiden findet ihr die Bilder dieses Mal am Ende des Textes.)

Werkzeuge

Wie immer, wenn ich zusätzliche Requisiten für meine Bilder benötige habe ich auch in diesem Fall wieder auf die Zubehörpalette von Playmobil zurückgegriffen. Entweder besorgt man sich im Handel ein Set, welches Thematisch passt, oder man schaut z.B. bei Ebay, ob man loses Material zur Verwendung findet. In diesem Fall bin ich bei Ebay fündig geworden und habe mit allerlei loses Baustellen-Zubehör ersteigert, bei dem unter anderem Spitzhacken, Schaufeln, eine Kiepe und eine Schubkarre enthalten waren. Weiterhin waren noch so merkwürdige Kunstoffbrocken enthalten, die wie Stein aussahen und prima in mein Bild passten.
Um die einfarbig grauen Spitzhacken und die Schaufeln noch etwas mehr an meine Figuren anzupassen habe ich sie später noch zusätzlich mit Modellbaufarbe etwas realistischer eingefärbt. Und die Leiter habe ich, wie auch die Stands, die manchmal in den Bildern zu erkennen sind bei „Marauder Gun-Runners“ bestellt. Näheres dazu auch in meinen Behind-The-Scenes-Artikel zur fünften Spielzeugtruppen-Folge , in der sie schon eine tragende Rolle gespielt hat.

Arschleder

So! „Arschleder“ schreibe ich jetzt das allerletzte Mal! Aber es war nunmal explizit so in der Motividee bezeichnet und gewünscht und ist eine absolut gängige Bezeichnung, für dieses Schutzleder, den die Bergleute unter Tage tragen, wenn sie durch die engen Gänge rutschen um ihrer Arbeit nachzugehen. So ein Leder zeichnet sich vor allem durch eine dreieckige Form aus und wird in der Regel über dem Hinterteil getragen.
Und wie bekommt man so etwas nun an eine Actionfigur ohne sie umzubauen oder durch Kleber zu beschädigen?
Mein Lösungsansatz entspricht eigentlich genau dem, wie man dieses Schutzleder auch in der Realität tragen würde: Einfach an einem Gürtel.
Zuerst hatte ich probiert, ein Leder durch diese durchsichtigen Plastikgummis zu befestigen, mit denen die meisten Figuren in ihren Verpackungen gehalten werden. Das sah aber merkwürdig aus und hielt auch nicht sehr gut. Also habe ich letztendlich für den Gürtel etwas Pappe aus einem Schokoreis-Frühstückscerealien-Karton geschnitten, den ich zu einen passenden Ring geformt und mit Klebefilm zusammengeklebt habe. Daran wiederum habe ich ein kleines Lederdreieck aus einem alten Hosenflicken geklebt. Anfangs war das Leder übrigens noch dicker und schwarz, weil ich nichts anderes zur Hand hatte, bis mir dann eine Hosenflickerin aus dem Freundeskreis mit diesem hervorragenden Material aushelfen konnte.

Kopflampen

Bis ich wußte, wie ich die beiden Kopflampen herstelle, hat es einige Versuche gebraucht. Mir war weder klar, wie ich sie herstellen sollte, wie sie aussehen könnten und wie ich sie an den Figuren befestigen sollte. Eine erste Idee kam vom Durchde, der vorschlug Trinkgläser der Cantina-Aliens für die Lampen zu verwenden. Ich habe also ein solches Glas genommen und leicht mit Alufolie umwickelt um das Lampengehäuse darzustellen. Dieses Konstrukt habe ich dann mit Wachs am Trooper befestigt. Da das Glas jedoch sehr hoch ist, konnte man es nur von vorne aufnehmen, damit es einigermaßen gut wirkte. Ein weiterer Nachteil war, dass es immer wieder aus der Aluminiumfolie herausfiel. Dieses Problem hätte man möglicherweise lösen können, aber das störende Aussehen sprach gegen eine Verwendung.
Die nächste Lösung, die ich ausprobiert hatte, bestand aus einem kleinen, rot-transparenten, runden Legostein, den ich mit Farbe so bemalt hatte, dass er ein wenig aussah, wie eine Lampe mit Gehäuse. Diesen Stein, habe ich dann auf einen dünnen Pappring geklebt, den ich genauso, wie den oben beschrieben Gürtel angefertigt hatte. Davon habe ich sogar zwei Lampen gebastelt und dann aber auch diese Idee verworfen. Zu diesem Zeitpunkt fing ich nämlich an, mit der Beleuchtung meiner Szene zu experimentieren, die auf einigen Bildern schon recht gut zur Geltung kam. Hätte ich dann aber meinen Figuren Lampen aufgesetzt, die nicht leuchteten, dann hätte das sehr langweilig ausgesehen. Also musste richtiges Licht her.
Letzendlich sind die Kopflampen zwei gelbe 3mm-Dioden mit silber bemaltem Schrumpfschlauch als Gehäuse. Die Dioden-Kontakte habe ich schwarz bemalt habe, denn sie stellen gleichzeitig das Kopfband der Lampen dar. Anfangs hatte ich sie noch mit Schrumpfschlauch versehen, aber selbst mit dem dünnen Schlauch war das Band schon zu massiv, weswegen ich auf die bemalte Variante umgeschwenkt bin.
Auch die Wahl des Kabels war nicht unwichtig. Zu Anfang war ich der Meinung, dass mir stabiler Klingeldraht die Möglichkeit geben würde, den Draht starr und verdeckt hinter den Figuren aus der Szene zu führen. Das gelang aber nicht. Immer schwebten die Lampen leicht über den Köpfen oder der starre Stiel, der durch das Kabel entstand, warf die Figuren um. Letztendlich habe ich sehr dünne (0,4 mm), flexible Litze verwendet, die ich dann am Hinterkopf der Figuren mit den  Diodenkontakten verlötete. Die Lötstellen habe ich dann mit Schrumfschlauch isoliert und anschließend noch einmal mit einem etwas größeren Schrumschlach zu einem Ring um den Kopf gebunden. Die Kabel konnten dann leicht durch die Höhlendecke aus der Szene geführt werden.
Leider mußte ich hier etwas mogeln, denn die Kabel wurden dann später aus dem fertigen Bild herausretuschiert.

Mit dieser kleinen Beichte möchte ich diesen Bericht erstmal wieder abschließen. Weiter geht es dann nächstes Mal mit Hintergrundinfos zur Figurenauswahl, und der Beleuchtung.

Eine Antwort auf Auf die Ausrüstung kommt es an

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