Steve Sansweet auf der Celebration Europe in Essen mit dem Rebel Con Flyer Foto: rebellenstuetzpunkt.de

Steve Sansweet auf der Celebration Europe in Essen mit dem Rebel Con Flyer
Foto: rebellenstuetzpunkt.de

Dies wird mein letzter Baubericht zum Flyer, danach gehe ich in diesem Blog wieder zum Regelbetrieb über, der entweder aus gähnender Langeweile oder wieder ein paar neuen Figurenbesprechungen besteht. Mal sehen, wofür ich mich entscheide. Nun aber zum Flyer, der auf der Celebration Europe in Essen, sogar vom Übersammler Steve Sansweet in seinen, quasi heiligen Händen, gehalten wurde. Ich fühle mich geehrt und zugleich dankbar den Mitgliedern des Rebellenstützpunktes gegenüber, die diese Gegebenheit sozusagen arrangiert und abgelichtet haben.

Im heutigen Bericht geht es nur um ein kleines Detail des Flyers, nämlich den dargestellten Actionfiguren, welche wiederum von den Actionfiguren gesammelt und begutachtet werden. Insbesondere möchte ich dabei natürlich auf die kleine Vintage-Figur auf Blisterkarte eingehen, die Yoda im Vordergrund des Bildes in der Hand hält.

Actionfiguren für Actionfiguren?

Diese Frage war für mich so drängend, dass ich schon vor meiner ersten Skizze erst einmal nach kleineren Figuren als die 3 3/4″ suchte, die mir hier aus der Zwickmühle helfen konnten. Überraschend lange musste ich nachdenken, bis mir meine kleine Action Fleet-Sammlung aus den Neunzigern einfiel, die in einer abgelegenen Ecke ihr Dasein fristet. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge in unterschiedlichen Maßstäben bei denen immer mindestens eine Figur mit einer Größe um die 2 Zentimeter dabei war. So hatte ich Zugriff auf recht kleine Figuren von Boba Fett, Admiral Ackbar, den AT-AT Driver und ein paar mehr. Im Verhältnis zu den 3 3/4″ Actionfiguren konnten sie mit etwas Phantasie durchaus 12″-Figuren darstellen.
Außerdem finden sich im Bild auf Landos Verkaufstisch noch zwei Droiden, die aus der Minatures-Reihe von Hasbro stammen. Sie stellen mit ihren Action-Posen gute Statuen dar und waren für mich eine Last-Minute-Lösung um noch etwas The Clone Wars ins Bild zu bringen. Dieses Sammelthema hatte ich nämlich in meiner Planung vergessen. Mein Anliegen war es aber möglichst jeden Interessenten für die Con irgendwie mit dem Bild anzusprechen… nun ist dieses Detail recht klein geworden, meinem Gewissen hat es aber gut getan.

Und gibt’s die auch eingepackt?

Während ich später dann meine Szene aufbaute kam mir der fixe Gedanke für ein paar Figuren auch eine originalgetreue Blisterverpackung im Vintage-Stil herzustellen. Das würde zwar etwas groß werden, so dachte ich mir, aber die Gentle Giant-Jumbos würden mir schon eine passende Rechtfertigung bieten.
Nun ist bei so einer Verpackung die Karte noch recht einfach herzustellen. Einfach in der entsprechenden Größe ausdrucken, zwei bedruckte Seiten zusammenkleben, fertig. Wie aber bekommt man die Kunststoff-Blase in der passenden Größe hin? Meine Erste Idee war es, etwas durchsichtigen Verpackungskunststoff zu erwärmen und über einen passend angefertigten, kleinen Gipsklotz zu ziehen – möglicherweise sogar in einem miniaturisieren Vakuumverfahren. Das ging jedoch gehörig in die Hose, weil entweder der Kunststoff zu weich, fast flüssig wurde und Löcher bekam oder aber, weil er zu hart blieb und sich nicht gut um den Gipsklotz legte. Letztendlich war die Lösung viel simpler. Ich habe einfach den Kunststoff zurechtgeschnitten und in die Form geknickt. Dadurch blieben zwar die vier kurzen Kanten des rechteckigen Blisters offen, dies fiel aber in dem Maßstab nicht auf. So habe ich mir einen eingeschweißten Luke Skywalker Pilot und einen C-3PO gebastelt, die recht gut wirkten, jedoch ein Problem hatten: Die waren so groß, hinter denen konnte sich eine Yoda-Figur fast vollständig verstecken. So schön die verpackten Figuren also aussahen, sie verdeckten mir meinen aufwändigen Hintergrund und passten überhaupt nicht mehr zu den Actionfiguren.
Eine neue Lösung mußte her. Für meine Girlande, hinten an der Wand im fertigen Bild, hatte ich schon kleinere Karten angefertigt, die von der Größe her, genau auf die Actionfiguren ausgerichtet waren, ich brauchte also eine Figur, die ungefähr 8 mm groß war, damit sie auf eine solche Karte passte. Diese Figur habe ich mir letzendlich selbst „modelliert“. Dazu habe ich einen winzigen Krümel Modelliermasse so bearbeitet, dass ganz grob eine Figur mit erkennbaren Armen und Beinen entstand. Spontan entschied ich, aus ihr mit etwas Farbe einen Snowtrooper anzudeuten, den ich dann mit dem zuvor erarbeiteten Prinzip in einer Kunststoffblase auf die Karte brachte. Fertig war die wohl kleinste Actionfigur auf Blisterkarte, die ich bisher gesehen habe. Guinness, wo seid ihr!?

Das war die Geschichte hinter dem Flyer und damit ist diese kleine Serie beendet. Ich hoffe, wir sehen uns auf der Rebel Con!
Für denjenigen, der das alles nochmal nachlesen will, hier die Zusammenfassung:

Teil 1 – Aller Anfang ist schwer
Teil 2 – Building Better Worlds
Teil 3 – Auf die Ausrüstung kommt es an
Teil 4 – Ins rechte Licht
Teil 5 – Hausbau im Kleinen
Teil 6 – Eine „kleine“ Party

4 Antworten auf klein, aber oho!

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