Denglisch

Das wird die Challenge Deines Lebens und wenn Du Dich ganz doll anstrengst sogar eine Herausforderung. Sei bereit für diese Competition und stelle Dich dem Wettkampf! Und wenn’s beim Burnen brennt und alles supertricky aber vor allem verdammt kniffelig erscheint, dann geh ’ne Runde chillen und entspann ein wenig.

So long und auf Wiedersehen!

Heute fand die Trauerfeier für Micheal Jackson statt. Er wurde öffentlich in einem Sportstadion in Los Angeles aufgebahrt und viele Interessierte konnte mit ihrem in einer Verlosung gewonnenen Eintritt diesem Schauspiel beiwohnen. Um den deutschen Fan etwas ähnliches zu bieten hat man eine Erfindung der letzten Fussballweltmeisterschaft wiederbelebt. Es gab in der O2-Arena in Berlin ein Public Viewing.
Was jetzt folgt kann ich leider nur aus dem Gedächtnis wiedergeben, man mag mir also Ungenauigkeiten verzeihen.

Pro7 hat in seiner „Nachrichtensendung“ heute Nachmittag auch von der Feier berichtet und dafür extra eine Korrespondentin vor dem Stadion gehabt… dem in Berlin, wenn ich mich recht entsinne. Und sie sagte so etwas wie: „In Amerika wird es nur die Trauerfeier im Staples Center geben, keine weiteren Public Viewings wie hier in Berlin.“

Und warum schreibe ich das hier auf? Nun schon zu Zeiten der WM fand ich es recht putzig, als ich erfuhr, dass der Begriff „Public Viewing“ im Englischen eigentlich für eine öffentliche Leichenschau benutzt wird. Auf der Seite Nothing for Ungood wurde das sogar mal sehr schön aufgeschrieben. Ist das nicht merkwürdig? Da braucht der Deutsche erst einen makabren Zufall, damit die englischen Worte, die er für deutsche Erfindungen erfindet, ihrer wahren Bestimmung zugeführt werden.

PS: Nachdem ich nun „Public Viewing“ noch einmal bei Wikipedia nachgeschlagen habe, weiß ich nun, dass „internationale Verbände“ auch gerne Sport statt Leichen schauen, wenn sie öffentlich was gucken. Bin aber eher geneigt auf den Artikel des Muttersprachlers zu vertrauen.

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