“Wenn Ihnen diese Sendung gefallen hat, dann spenden Sie doch mit einer SMS an folgende Nummer 50 Cent.”
Dieser Satz klingt wie Bettelei, er klingt aber auch, wie das aufrichtige Bestreben eines Fernsehsenders, ein Programm zu gestalten, welches seinen Zuschauern gefallen könnte. Aber wer würde schon für gutes Fernsehen bezahlen wollen?
Also ich schon. Wenn ich Sendungen interessant finde, dann kaufe ich mir beispielsweise auch die entsprechende DVD dazu. Die Gefahr ist zwar groß, dass ich mir diese DVD nicht mehr ansehe, aber wer weiß, wenn etliche Jahre ins Land gegangen sind, vielleicht hole ich mir dann tatsächlich mal so eine Scheibe auf den Schirm. Für diesen Fall möchte ich gerüstet sein. Vielleicht habe ich aber auch die Hoffnung, mit dem Kauf einer guten DVD recht bald eine Fortsetzung oder ein ähnliches Programm genießen zu können.
Statt dessen wird aber oftmals nur irgendein Mist in die Glotze gekackt gesendet. Man scheint Vorauszusetzen, dass es mit der Intelligenz eines Zuschauers, der sich so etwas ansieht nicht weit her sein kann. Deswegen wird nicht der eingangs geschriebene Satz hinter und während den meisten Sendung genannt, sondern dämliche Pseudorätsel.
Wie macht die Kuh? Muh oder Kikerikie? Woraus macht man Wein? Trauben oder Pflaumen?
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"Wenn Ihnen diese Sendung gefallen hat, dann spenden Sie doch mit einer SMS an folgende Nummer 50 Cent."
Dieser Satz klingt wie Bettelei, er klingt aber auch, wie das aufrichtige Bestreben eines Fernsehsenders, ein Programm zu gestalten, welches seinen Zuschauern gefallen könnte. Aber wer würde schon für gutes Fernsehen bezahlen wollen?
Also ich schon. Wenn ich Sendungen interessant finde, dann kaufe ich mir beispielsweise auch die entsprechende DVD dazu. Die Gefahr ist zwar groß, dass ich mir diese DVD nicht mehr ansehe, aber wer weiß, wenn etliche Jahre ins Land gegangen sind, vielleicht hole ich mir dann tatsächlich mal so eine Scheibe auf den Schirm. Für diesen Fall möchte ich gerüstet sein. Vielleicht habe ich aber auch die Hoffnung, mit dem Kauf einer guten DVD recht bald eine Fortsetzung oder ein ähnliches Programm genießen zu können.
Statt dessen wird aber oftmals nur irgendein Mist in die Glotze gekackt gesendet. Man scheint Vorauszusetzen, dass es mit der Intelligenz eines Zuschau
Stell dir vor, du schaust morgen Nachrichten und erfährst, dass die globale Erderwärmung nur eine Propagandalüge chinesischer Geheimdienste ist, um westliches Wirtschaftswachstum durch teure Umweltschutzmaßnahmen zu bremsen. Außerdem wird aktuell berichtet, dass in Frankfurt ein Bus mit Senioren auf Kaffeefahrt in eine Kindertagesstätte raste, in Brand geriet und dabei 30 Menschen leider Opfer der Flammen wurden. Aber die kleine, dreijährige Melanie hat das Flammeninferno überlebt. Einen Bericht über ihre Geschichte wird es am Abend in einer dieser Sendungen geben, in der Schicksalsschläge von Menschen zur Unterhaltung anderer medial aufbereitet werden. Aber zum Glück ist nicht alles schlecht, amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen ein Rezept gegen Orangenhaut zu entwickeln und das lediglich in dem aufgekochter Mäusekot mit Magerquark vermengt und an den betroffenen Stellen aufgetragen wird.
Und dann sind die Nachrichten vorbei und neben der Werbung für die Bekleidung des Nachrichtensprechers steht:
“Alle handelnden Personen sind frei erfunden.”
Nicht lustig? Naja, aber das Publikum fühlte sich während der gesamten Nachrichtensendung bestimmt ausgezeichnet unterhalten. weiterlesen »
Stell dir vor, du schaust morgen Nachrichten und erfährst, dass die globale Erderwärmung nur eine Propagandalüge chinesischer Geheimdienste ist, um westliches Wirtschaftswachstum durch teure Umweltschutzmaßnahmen zu bremsen. Außerdem wird aktuell berichtet, dass in Frankfurt ein Bus mit Senioren auf Kaffeefahrt in eine Kindertagesstätte raste, in Brand geriet und dabei 30 Menschen leider Opfer der Flammen wurden. Aber die kleine, dreijährige Melanie hat das Flammeninferno überlebt. Einen Bericht über ihre Geschichte wird es am Abend in einer dieser Sendungen geben, in der Schicksalsschläge von Menschen zur Unterhaltung anderer medial aufbereitet werden. Aber zum Glück ist nicht alles schlecht, amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen ein Rezept gegen Orangenhaut zu entwickeln und das lediglich in dem aufgekochter Mäusekot mit Magerquark vermengt und an den betroffenen Stellen aufgetragen wird.
Und dann sind die Nachrichten vorbei und neben der Werbung für die Bekleidung des Nachrichtenspr
In den letzten Jahren hatte ich fast täglich das Vergnügen, mit der S-Bahn nach Hamburg zu fahren. Die auffälligsten Mitreisenden waren dabei zwei Gruppen. Zum einen Mädels mit Mobiltelefon und zum anderen Kumpels.
Die Mädels fallen meist dadurch auf, dass sie, während sie sich über ihr Mobiltelefon mit ihren Müttern oder besten Freundinnen austauschen, die vertraulichsten Gesprächsthemen in größtmöglicher Öffentlichkeit darstellen.
“Ey, schwör, dass du’s nicht weitererzählst, die wollte nur mit ihm ins Bett, ich schwör dir, ey.”
Die besagten Mädels gehörten fast grundsätzlich einer sehr verschworenen Gemeinschaft an.
Die andere Gruppe, die Kumpels, unterhielten sich meist über ihre Musikkarriere rap-technischer Natur, ihre Arbeit oder aber über die oben beschriebenen Mädels. Und zwar über beide, also diejenige diesseits und diejenige jenseits des Mobilfunknetzes. Wobei es sich bei der einen durchaus auch um die Mutter der anderen handeln könnte, aber auch das schrieb ich ja bereits.
Nun, ich habe eben wieder Werbefernsehen geguckt und bei einem Spot für Becel-Margarine stutzen müssen. Das Zeug ist ja nun gut für mein Herzalter. Das sagt dann auch der Sprecher dort: “Für ein jüngeres Herzalter.”
Ich mit meiner S-Bahn-Vorschädigung verstehe aber immer nur: “Für ein jüngeres Herz, Alter!” weiterlesen »
In den letzten Jahren hatte ich fast täglich das Vergnügen, mit der S-Bahn nach Hamburg zu fahren. Die auffälligsten Mitreisenden waren dabei zwei Gruppen. Zum einen Mädels mit Mobiltelefon und zum anderen Kumpels.
Die Mädels fallen meist dadurch auf, dass sie, während sie sich über ihr Mobiltelefon mit ihren Müttern oder besten Freundinnen austauschen, die vertraulichsten Gesprächsthemen in größtmöglicher Öffentlichkeit darstellen.
"Ey, schwör, dass du's nicht weitererzählst, die wollte nur mit ihm ins Bett, ich schwör dir, ey."
Die besagten Mädels gehörten fast grundsätzlich einer sehr verschworenen Gemeinschaft an.
Die andere Gruppe, die Kumpels, unterhielten sich meist über ihre Musikkarriere rap-technischer Natur, ihre Arbeit oder aber über die oben beschriebenen Mädels. Und zwar über beide, also diejenige diesseits und diejenige jenseits des Mobilfunknetzes. Wobei es sich bei der einen durchaus auch um die Mutter der anderen handeln könnte, aber auch das schrieb ich ja be
Wie an dieser Stelle schon freudig bemerkt und kundgetan, geht es ja im November mit einer neuen Stromberg-Staffel weiter. Genauer am 3. November. Bisher wurde bereits verlautbart, dass Stromberg das bekannte Büro der Capitol-Versicherung verläßt und in einer Filiale auf dem Lande seinen Dienst verrichten soll.
In kurzen Spots mit einer Länge ganz knapp an der Wahrnehmungsgrenze macht Pro7 nun Werbung für die Internetseite www.finsdorf.de, dem Juwel der Heide. Hier erfährt man auf einer gräßlichen Webpage im feinsten Retro-Stil vieles über ein Dorf mit AKW, Kneipe und Wanderweg. Zur Einstimmung ein Zitat:
Highlight ist eine der größen Futterwiesen in Deutschland. 20 Hektar feinstes, naturbelassenes Weidegrass wird sie beeindrucken.
Bei dem Örtchen Finsdorf handelt es sich der größten Wahrscheinlichkeit nach also um den Ort, in den Stromberg demnächst versetzt wird. Ist doch auch auf der Internetseite die Werbung für Capitol-Versicherungen großflächig angebracht. Wie dort zu lesen ist, wird auch Finsdorf bald eine Filiale bekommen.
Jetzt heißt’s für mich nur noch: Erwartungen niedrig halten, Ausdauer und Vorfreude bewahren – Nur noch wenige Wochen!
Und das Tollste: Nur wenige Tage drauf, am 8.11. beginnt auch die zweite Staffel von “The Clone Wars”!
Wie an dieser Stelle schon freudig bemerkt und kundgetan, geht es ja im November mit einer neuen Stromberg-Staffel weiter. Genauer am 3. November. Bisher wurde bereits verlautbart, dass Stromberg das bekannte Büro der Capitol-Versicherung verläßt und in einer Filiale auf dem Lande seinen Dienst verrichten soll.
In kurzen Spots mit einer Länge ganz knapp an der Wahrnehmungsgrenze macht Pro7 nun Werbung für die Internetseite www.finsdorf.de, dem Juwel der Heide. Hier erfährt man auf einer gräßlichen Webpage im feinsten Retro-Stil vieles über ein Dorf mit AKW, Kneipe und Wanderweg. Zur Einstimmung ein Zitat:
Highlight ist eine der größen Futterwiesen in Deutschland. 20 Hektar feinstes, naturbelassenes Weidegrass wird sie beeindrucken.
Bei dem Örtchen Finsdorf handelt es sich der größten Wahrscheinlichkeit nach also um den Ort, in den Stromberg demnächst versetzt wird. Ist doch auch auf der Internetseite die Werbung für Capitol-Versicherungen großflächig angebracht. Wie dort zu lesen ist, wir